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Aktion »Weihnachten im Schuhkarton« startet – Abgabe bis 15. November

Pakete, die Freude bereiten

Enger (WB). Anne Wulf strickt fast jeden Abend. 250 Paar Handschuhe und sieben Pullunder hat sie im vergangenen Jahr gestrickt. Alle für die Aktion »Weihnachten im Schuhkarton«. Sie ist nur eine von mehr als 20 Frauen, die mit ihrem Hobby diese Aktion unterstützen.

Christina Bode

Viele fleißige Helfer und Sponsoren unterstützen »Weihnachten im Schuhkarton« jedes Jahr aufs Neue. Dorothee Hirsch (vorne von links) koordiniert die Aktion für Enger, Hildegard Ebmeyer und Anne Wulf sind nur zwei der vielen Frauen, die tausende an Kleidungsstücken stricken. Fotos: Christina Bode Foto:

Hunderte Paare Socken, Pullover, Mützen, Stirnbänder und Handschuhe – alle selbst gestrickt – liegen auf den Tischen. Spielzeug, Hygieneartikel und Süßigkeiten stehen bereit. Jedes Jahr Ende Oktober bauen Dorothee Hirsch und ihr Team – acht Frauen und zwei Männer helfen ihr regelmäßig – an der Spenger Straße 30 ihren Arbeitsplatz auf. Bunt gestaltete Kartons stapeln sich schon jetzt in den Räumen und warten darauf, gefüllt zu werden.

1500 Pakete

Noch ist genug Platz, um die gepackten Päckchen zu sortieren. In drei Wochen wird es hier anders aussehen. »Fast 1500 Pakete packen wir jedes Jahr für ›Weihnachten im Schuhkarton‹«, sagt Dorothee Hirsch. Kurz vor dem Abtransport Ende November sind die Helfer täglich mindestens sieben Stunden mit dem Packen und Kontrollieren beschäftigt. Ein anstrengender Job, »der aber auch viel Freude bereitet«, wie Dorothee Hirsch sagt. Seit 2008 koordiniert sie die Aktion in Enger, bereits seit 1998 werden hier jährlich Pakete gepackt, um damit bedürftige Kinder in osteuropäischen Ländern glücklich zu machen.

Große Spendenbereitschaft

»Es ist toll, wie viel Unterstützung wir bekommen«, sagt Dorothee Hirsch und denkt dabei zum Beispiel an einen Aufruf für Wollspenden. »Wir haben wahnsinnig viele Wollknäule bekommen, aus denen unsere Frauen wieder für die Weihnachtsaktion Kleidungsstücke stricken können«, ist sie immer noch überwältigt von der Spendenbereitschaft der Engeraner. Manchmal, erzählt sie, hinge einfach ein Beutel mit gestrickten Socken an der Türklinke. Manchmal erreichten sie Geldspenden – kleine, aber auch größere.

2365 selbst gestrickte Teile

2365 selbst gestrickte Teile sind im vergangenen Jahr auf die Reise gegangen. Bereits seit 22 Jahren richtet die Volksbank Enger eine Annahmestelle für Pakete ein, das E-Center unterstützt die Aktion seit 2006. An einem Stand können sich Kunden hier noch bis zum 26. Oktober über »Weihnachten im Schuhkarton« informieren, können Pakete abgeben, leere oder auch bereits gefüllte Kartons gegen eine Spende bekommen. Auto Mattern unterstützt die Aktion mit Sach- und Geldspenden.

Lob von Rat und Verwaltung

Auch Hans-Ulrich Tuxhorn kam am Dienstag stellvertretend für den Bürgermeister und lobte das große Engagement der Helfer. »Wir leben hier im Überfluss. In anderen Ländern aber ist die Not so groß, dass eine große Freude über diese Pakete aufkommt«, sagte er. Die Ratsmitglieder und die Verwaltung seien stolz, dass immer wieder so viele Pakete aus Enger auf die Reise gehen.

Pakete packen

Jeder Karton ist ein Geschenk. Darum sollten die Schuhkartons in Geschenkpapier gehüllt oder bunt gestaltet werden. Wer ein Paket packt, kann wählen, ob er damit einen Jungen oder ein Mädchen in den Altersstufen 2-4 Jahre, 5-9 Jahre oder 10-14 Jahre beschenken möchte. Je nach Geschlecht und Altersgruppe kann man den Schuhkarton nun mit neuen Geschenken befüllen. Dorothee Hirsch fasst zusammen, was ein Karton enthalten sollte: »Was zum Anziehen, was zum Waschen, was zum Kuscheln, was zum Naschen, was zum Spielen und was zum Schreiben.« (Achtung: wer Stifte einpackt, bitte auch an Papier denken!) Bis zum 15. November können die Päckchen bei folgenden Abgabestellen abgegeben werden: Volksbank Enger, Kirchengemeinde Lenzinghausen, CSL Plasma-Institut Bielefeld, Kindergarten Wellensiek, in den Busch-Apotheken Brackwede, Brake, Rußheide und Bielefeld-Innenstadt, in der Dorf-Apotheke Jöllenbeck und bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft Stedefreund.

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