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Für Sicherheit der Radfahrer: Schutzstreifen an der Meller Straße – Autos dürfen nicht mehr abgestellt werden

Parken verboten!

Enger (WB). Fahrradfahrer sollen auf der Meller Straße ab sofort besonders sicher unterwegs sein. Ein neuer Schutzstreifen am rechten Fahrbahnrad soll es möglich machen. Die Markierungen sind während der Sanierung der Meller Straße zwischen der Bünder Straße und der Einmündung Ziegelstraße aufgebracht worden. Auch für Autofahrer haben diese Markierungen nun erhebliche Auswirkungen: Das Parken am Straßenrand ist verboten.

Fahrradsymbole auf der Straße weisen die neuen Schutzstreifen an der Meller Straße aus. Für Autofahrer bedeuten sie zugleich das Parkverbot am Straßenrand. Foto: Angelina Zander

Denn auf dem Schutzstreifen »darf grundsätzlich nicht geparkt werden«, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Dieses Parkverbot gelte auch ohne die entsprechende Beschilderung. Auch wer auf die Idee kommt, sein Auto links neben der neuen Markierung abzustellen, bewegt sich im illegalen Bereich. Das Fahrzeug würde folglich mitten auf der Fahrbahn stehen und den Verkehr behindern. Laut Straßenverkehrsordnung ist dies nicht zulässig, schreibt die Stadt.

Streifen dürfen nicht überfahren werden

»Abgesehen davon, dass es verboten ist: Es gibt ein weiteres Argument gegen ein Parken auf der Fahrbahn links der Blockmarkierung. Von hier parkenden Fahrzeugen ergäbe sich eine erhöhte Gefahr für Radfahrer als Nutzer des Schutzstreifens, sollten die Beifahrertüren plötzlich und unachtsam geöffnet werden«, sagt Bürgermeister Thomas Meyer.

Nicht nur das Parken auf und neben den Schutzstreifen ist verboten. Auch das Überfahren mit dem Fahrzeug ist »nur ausnahmsweise zulässig«. Diese Ausnahmen würden nur gelten, wenn sich besonders große Fahrzeuge wie Lkw begegnen und ein Ausweichen auf den Schutzstreifen nötig ist. Dies sei jedoch nur erlaubt, wenn dieser »gerade nicht durch Fahrräder genutzt wird«. Generell sei die Breite der Fahrbahn so gewählt worden, dass zwei Fahrzeuge wie Pkw ohne Probleme aneinander vorbeifahren könnten, ohne den Schutzstreifen zu überfahren.

An zwei Straßen in Enger Schutzstreifen aufgebracht

Die Stadt begründet die Entscheidung des Kreises Herford, Schutzstreifen am Fahrbahnrand aufzubringen, mit der höheren Sicherheit für Radfahrer. Diejenigen, die dort fahren, würden von Autofahrern besser wahrgenommen werden als jene, die auf dem Fuß- und Radweg unterwegs sind. Besonders an Kreuzungen und Zufahrten ergebe sich hier ein deutlicher Vorteil. »Diese sind bei Radwegen der häufigste Unfallort«, sagt Thomas Meyer.

Die Schutzstreifen sind bereits an einer weiteren Stelle in Enger aufgebracht worden: An der Niedermühlenstraße, beginnend von der Althoff-Kreuzung bis zur Einmündung Wördebrinkstraße. Zuständig für die neuen Markierungen ist der Kreis Herford.

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