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Initiative „Zukunft ohne Plastik“ aus Enger möchte Förderprogramm zur Stärkung der Innenstädte nutzen

Räume für Unverpacktladen gesucht

Enger (WB)

Seit längerem trägt sich die Initiative „Zukunft ohne Plastik“ (ZOP) mit dem Gedanken, in Enger einen Unverpacktladen zu eröffnen, in dem die Kunden die Waren in selbst mitgebrachte, wiederverwendbare Behältnisse füllen können. Nun hoffen die Initiatorinnen um Regine Steffen darauf, mithilfe des Förderprogramms zur Stärkung der Innenstädte den Einstieg zu schaffen.

Ruth Matthes

Susanne Peter, Daniela Bultmann, Regine Steffen, Renate Schlichting-Heinze und Ann-Kristin Niepert (von links) möchten einen Unverpacktladen eröffnen. Foto: Ruth Matthes

Das Sofortprogramm sieht nämlich vor, dass der Vermieter auf einen Teil der Miete verzichtet und der Existenzgründer dann 20 Prozent der verhandelten Miete übernimmt. Der Rest wird über die Landesförderung und einen geringen Anteil der Stadt finanziert. „Bei einer auf 700 Euro heruntergehandelten Miete müssten wir 140 Euro zahlen, die Stadt 59“, rechnet Steffen vor. Die Förderdauer betrage zwei Jahre.

Mit Ann-Kristin Niepert aus Rödinghausen hat der Arbeitskreis Unverpacktladen der ZOP eine Mitstreiterin gefunden, die schon ein fertiges Konzept für einen Unverpacktladen in der Schublade hat. Niepert wollte nämlich in Bünde ein derartiges Geschäft eröffnen, doch dann kam ihr Corona dazwischen und mit „Tante Else“ ein ganz ähnlicher Startup zuvor.

„Ich wollte eine Mischung aus getrockneten und frischen saisonalen und regionale Lebensmitteln anbieten, außerdem ökologisch unbedenkliche Hygieneartikel sowie Waschpulver“, erzählt Niepert.

Außerdem plante sie, einen Bereich „Lebensmittel retten“ aufzunehmen. Dort wird Nahrung verkauft, die überschüssig oder nicht so ansehnlich oder deren Verfallsdatum abgelaufen ist, die aber noch durchaus essbar ist. Auch Workshops und eine Tauschbörse hätte sie gerne angeboten und in einer Ecke ein kleines Café für den Austausch zwischen den Besuchern eingerichtet.

Damit liegt sie genau auf der Linie der Initiatorinnen aus Enger. „Was wir anbieten können, hängt natürlich ganz davon ab, wie groß der Laden ist und wie viele wir für die Idee gewinnen können“, sagt Steffen.

In Enger gebe es einige leer stehende Immobilien, in denen sich so ein Laden eröffnen ließe, zum Beispiel die ehemalige Drogerie Eberts, die gerade saniert wird, die frühere Apotheke in der Renteistraße oder der ehemalige Hundeladen in der Mathildenstraße. Für die Drogerie Eberts spreche, dass dort kein Nutzungsänderungsantrag gestellt werden müsse, weil dort schon zuvor Lebensmittel verkauft worden seien. Und auch die Lage sei sehr gut.

Geplant ist, dass der Unverpacktladen, der sozial und nachhaltig geführt werden soll, vom Verein „Una terra“ eröffnet wird, dem die Initiative angehört. „Wir werden uns nun mit dem Arbeitskreis zusammen setzen, konkrete Pläne schmieden und dann Gespräche mit der Verwaltung führen“, erklärt Steffen.

Bis Ende des Jahres soll der Laden eröffnet sein. Wer bei der Planung und/oder im Verkauf mithelfen möchte, kann sich unter 0171/2395260 oder r.steffen1@gmx.de melden.

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