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Im Lockdown bauen Engeraner Vereine neue Schießanlagen, sanieren Toiletten und streichen

Schützen peppen ihre Heime auf

Enger (WB)

Kein Training, keine geselligen Abende, keine Wettkämpfe: Das Vereinsleben der Schützen steht still. Trotzdem geht es in einigen der fünf Schützenheime Engers rund. Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen stehen derzeit auf dem Terminplan.

Daniela Dembert

Ingo Hartwig und Rainer Adam nehmen Maß für die Lattung der neuen Raumdecke im Vereinsheim der Schützen Nordengerland.

Die Dreyener Schützen haben bereits im Herbst vergangenen Jahres neue Fenster bekommen. „Für die haben unsere Frauen dann schicke neue Vorhänge gezaubert“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerhard Knemeyer.

Gearbeitet wird aktuell bei den Nordengerländer Schützenund im Oldinghauser Schützenheim. Beide Vereine freuen sich über Gelder aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2020“.

Auch bei der Schützengesellschaft von 1889 Enger soll es bald losgehen. Ihr Antrag auf Modernisierung des Vereinsheims am Freizeitweg wurde erst in diesem Jahr bewilligt. „Wir haben uns schon mit einigen Handwerkern besprochen, werden aber erst mit den Maßnahmen starten, wenn die Fördergelder bei uns eingegangen sind“, erklärt der Vorsitzende und Oberst Hans-Hermann Ebmeyer.

Dann geht es vor allem um energetische Sanierung. Neue Fenster sollen kommen, das Dach wird teilweise erneuert, der Vereinssaal aufgehübscht und der Jugendraum attraktiver gestaltet.

Anders sieht es da schon in der alten Besenkämper Schule aus. Im Sanitärbereich sind Leitungen gelegt und Rigips-Verkleidungen fertiggestellt, so dass nun Fliesenleger und Installateur Hand anlegen können. Auch in den Aufenthaltsräumen wird kräftig gearbeitet: Neue Decken werden eingezogen, teils wird Elektrik verlegt und die Voraussetzung für digitale Datenübertragung geschaffen.

Matthias Dainat

Der Verein möchte dem geschichtsträchtigen Gebäude gerecht werden und den „Spagat zwischen alt und modern schaffen“, so Vereinssprecher Matthias Dainat. „Wir wollen insgesamt mehr jüngere Leute ansprechen und deshalb für Wohlfühlatmosphäre sorgen. Dazu gehören warmes Wasser im Sanitärbereich und moderne Präsentationsmöglichkeiten für Versammlungen.“ Im Gegenzug würden historische Elemente wie die Türen aufgearbeitet und wieder eingesetzt.

Mehr Schwung in Training und Wettkämpfe sollen fünf digitale Schießbahnen bringen. Mit der Fertigstellung ihres Domizils rechnen die Nordengerländer im Juni. Der Verein versuche, so viel wie möglich in Eigenleistung zu schaffen, berichtet der Vereinsvorsitzende Bernd Götting. Denn derzeit habe man keine Einkünfte aus Festen oder Startgeldern, so dass Sparsamkeit angesagt sei.

Das gilt auch für den Schützenverein Oldinghausen, der ebenfalls selbst Hand anlegt, wo es geht. Durch die Kontaktbeschränkungen seien keine großen Arbeitseinsätze möglich, alles dauere entsprechend länger, berichtet der Vereinsvorsitzende Ulrich Brünger. Ehrgeiziges Ziel sei die Fertigstellung bis Ende April.

Die Sanitäranlagen sind bis auf Trennwände und Türen bereits fertig, eine zusätzliche Fluchttür ist eingebaut. „Wir liegen hier in einer Senke. Das hat zu feuchten Stellen am Mauerwerk geführt“, erzählt Brünger. Diese hätten jedoch ohne den zunächst befürchteten Buddel-Einsatz auf dem Außengelände vom Fachmann trockengelegt werden können. Die Beleuchtung wurde auf sparsame LED umgerüstet.

Vereinsvorsitzender Ulrich Brünger zeigt einen Teil der neuen Schießanlage in Oldinghausen. Foto: Daniela Dembert

Brüngers gute Nachricht für die Schießsportler: „Unser Herzstück, die neue Meyton-Schießanlage ist auch schon installiert.“ Jetzt soll es noch neue Türen und einen frischen Anstrich im Innenbereich geben, bevor die Fassade des Vereinsheims im Fasanengrund neue Farbe bekommt.

Damit die Vereinsmitglieder auf dem Laufenden bleiben und sich schon mal auf die Wiederaufnahme des Trainings freuen können, informiert der Vorstand regelmäßig mit Bildern über die Fortschritte der Bauarbeiten. Für die Sanierung sei der Lockdown genau die richtige Zeit, findet Brünger: „Wir kommen dem Vereinsleben nicht in die Quere und haben keinen Zeitdruck.“

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