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Engers Bürgermeister Thomas Meyer überreicht Mietvertrag: „Guter Auftakt für Sofortprogramm“

Unverpacktladen heißt Pur:Produkt

Enger (WB)

Ende Januar hatten sich die Initiatorinnen auf die Suche nach einem Geschäft für ihren Unverpacktladen gemacht. Bereits zwei Monate später wurden sie in der Steinstraße fündig und schlossen über das Sofortprogramm Innenstadt einen günstigen Mietvertrag ab.

Ruth Matthes

Bürgermeister Thomas Meyer überreicht Regina Steffen vom Unverpacktladen den Mietvertrag für den Unverpacktladen. Über die gelungene Kooperation freuen sich (von links) Silke Deininger von der Stadt Enger, Susanne Peter und Ann-Kristin Niepert. Foto: Ruth Matthes

Diesen überreichte Bürgermeister Thomas Meyer den Geschäftsführerinnen am Freitag ganz offiziell. „Ich freue mich, dass wir mithilfe des Landesprogramms eine solch gute Idee unterstützen können“, sagte Meyer. Er hofft, dass weitere potenzielle Ladenbesitzer folgen und sich auf der Suche nach einem Geschäft und einer finanziellen Unterstützung an die Stadt wenden.

„Auch Besitzer, die Mieter suchen, können sich gerne an uns wenden“, ergänzt Silke Deininger, die das Programm bei der Stadt betreut. Sie ist erreichbar unter Telefon 05224/9800892. „Wir hoffen, dass sich durch die Anschubfinanzierung viele trauen, ihre Ideen auszuprobieren und so die Innenstadt beleben“, sagt Meyer. Mit weiteren Interessenten gebe es Gespräche.

Susanne Peter

Das Konzept sieht vor, dass der Vermieter dem Mieter finanziell entgegen kommt. Der Mieter ist zunächst die Stadt, die wiederum an die Startups vermietet. Einen Großteil der Miete übernimmt das Land, einen geringeren Anteil die Stadt. „Wir müssen zwei Jahre lang nur 20 Prozent der Kaltmiete zahlen sowie die Nebenkosten“, erklärt Susanne Peter, die ebenso wie Regine Steffen und Ann-Kristin Niepert Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH ist, die für den Unverpacktladen gegründet wurde. „Das erleichtert uns den Start enorm.“ Die Förderung kann bis Ende 2023 in Anspruch genommen werden.

Die drei Frauen werden von acht weiteren Gesellschaftern unterstützt und hoffen, den Laden im Juni eröffnen zu können.

So funktioniert es

Ein Name ist zwischenzeitlich auch gefunden worden: Pur:Produkt soll er heißen, der Laden will frische und haltbare regionale und Bio-Ware sowie nachhaltige Haushalts- und Hygiene-Artikel anbieten. Um die unverpackten Waren transportieren zu können, sollten die Kunden Gläser oder andere Behältnisse mitbringen. Diese werden vor und nach dem Abfüllen gewogen, so dass die gekaufte Menge abgerechnet werden kann. Gläser gibt‘s auch im Laden.

„Außerdem möchten wir einen Bereich für gerettete Lebensmittel einrichten und eine Ecke, in der man Kaffee und Snacks bekommen kann“, ergänzt Niepert.

Eigenleistung

Derzeit sind die Ehrenamtlichen dabei, den 50 Quadratmeter Verkaufsfläche und 18 Quadratmeter Lagerraum umfassenden Laden vorwiegend in Eigenleistung zu renovieren. „Wir erhalten aber auch viel Unterstützung“, freut sich Steffen – sei es vom Installateur oder vom Entsorger.

Parallel dazu wird an der Internetpräsenz gearbeitet. Der Instagram-Account pur_produkt ist bereits an den Start gegangen , die Website ist in Arbeit.

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