1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Enger
  6. >
  7. Westphal-Inventar kommt unter den Hammer

  8. >

Industrie-Verwertungs-Gesellschaft bietet noch bis 5. März Maschinen und Büroausstattung an

Westphal-Inventar kommt unter den Hammer

Enger (WB). Nach fast 50 Jahren musste die Glas Westphal GmbH in Enger am 1. Februar Insolvenz anmelden. Jetzt wird das Inventar des ehemaligen Familienunternehmens versteigert.

Julia Lüttmann

1550 Euro wurden gestern für eine Durchlauf-Glas-Sandstrahlanlage aus der Insolvenzmasse der Glaserei Westphal geboten. Noch bis 5. März können Gewerbetreibende ihre Gebote abgeben. Foto: IVG

134 Angebote vom beleuchteten Glasbild über Schreibtische bis hin zur Isolierglas-Montagestation will die Industrie-Verwertungs-Gesellschaft (IVG) an den Mann bringen. »Im Rahmen des Insolvenzverfahrens hat Insolvenzverwalter Frank Schorisch uns zunächst den Auftrag zur Bewertung des Inventars, später dann zur Versteigerung erteilt«, sagt Hubert Küpers, Geschäftsführer der IVG mit Sitz in Kirchlengern.

Bis Dienstag kann geboten werden

Noch bis Dienstag, 5. März, können Gewerbetreibende auf die Artikel bieten. Am Montag, 4. März, besteht ebenfalls ausschließlich für Gewerbetreibende die Möglichkeit, sich die Objekte in den Räumen der ehemaligen Glaserei an der Opferfeldstraße anzusehen.

Mit einem Gebot von mehr als 5000 Euro war ein Isolierglas-Laminierofen im Seecontainer gestern das teuerste Objekt in der Versteigerung, bei anderen Angeboten wie einer gläsernen Duschabtrennung, einem Vorwerk-Staubsauger und einer Handsäge waren die Mindestpreise in Höhe von 10 Euro gestern noch nicht erreicht.

15 Prozent gehen an das Unternehmen IVG

Hohe Verkaufspreise zahlen sich dabei nicht nur für die Gläubiger des insolventen Unternehmens aus. 15 Prozent des Erlöses zahlt der Käufer an das Unternehmen IVG. Die IVG mit Sitz in Kirchlengern ist seit 1976 auf dem Gebiet der Be- und Verwertungen von mobilen Wirtschaftsgütern und Gewerbe-Immobilien tätig.

Mit acht Standorten in Kirchlengern, Bremen, Vreden, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Kassel und Mannheim ist sie eine der größten Be- und Verwertungsgesellschaften in Deutschland.

Das Unternehmen Glas Westphal, das in der zweiten Generation geführt wurde, hatte Mitte Januar den Betrieb einstellen müssen. Sieben Mitarbeiter waren von der Insolvenz betroffen. Das Unternehmen veredelte bereits seit 1970 Flachglas für unterschiedliche Projekte – größtenteils in Handarbeit. Spezialisiert hatte sich die Glaserei als eine der wenigen Firmen in Deutschland auf Renovierungsgläser.

Startseite