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Wirtschaftsbetriebe Enger laden zum Tag der offenen Türen an der Kläranlage und am Retentionsbodenfilter ein

Wie das Abwasser wieder sauber wird

Enger

Gleich zwei Türen öffnen die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger (WBSE) am Sonntag, 8. Mai. Von 11 bis 17 Uhr können Interessierte sowohl die Kläranlage in Belke-Steinbeck besichtigen also auch den Retentionsbodenfilter an der Niedermühlenstraße.

Von Ruth Matthes

Sebastian Cuhlmann (von links), Mark Luckas, Maik Osha und Fred Beckmann von den WBSE laden zum Tag der offenen Türen an der Kläranlage und am Retentionsboldenfilter ein. Foto: Ruth Matthes

„Wir haben die Fertigstellung des Retentionsbodenfilters zum Anlass genommen, um einmal wieder unsere Tore zu öffnen“, sagt Fred Beckmann, stellvertretender WBSE-Leiter. Die Kläranlage, die vom selben Team betreut wird, war zuletzt vor vier Jahren für Besucher geöffnet. „Damals haben wir das 25-jährige Bestehen der jetzigen Anlage gefeiert und es kamen mehr als 400 Gäste“, erinnert sich der Leiter der Kläranlage, Maik Osha.

An beiden Einrichtungen sind Führungen geplant. Am Retentionsbodenfilterbecken gibt es zudem auf einem Bildschirm Informationen über die Bauarbeiten an dem aus verschiedenen Schichten bestehenden Filter und seine Funktionsweise. Ausnahmsweise dürfen die Besucher den Filter auch in einem kleinen Spaziergang umrunden und aus der Nähe betrachten. In dem Becken versickert das Wasser langsam und wird durch das Schilf und die spezielle Sand-Bodenschicht gereinigt. Über Dränagerohre wird das saubere Wasser anschließend in den Bolldammbach geleitet. „Wir wollen bei der Gelegenheit klarstellen, dass es sich dabei nicht um ein Hochwasserrückhaltebecken handelt, sondern um eine Reinigungsanlage“, so Beckmann.

„In der Kläranlage zeigen wir den Menschen, was passiert, nachdem sie die Toilettenspülung betätigt haben“, sagt Osha. Sie können den gesamten Weg vom Schmutzwasser aus dem Kanal bis zum gereinigten Wasser, das in den Bolldammbach läuft, nachvollziehen.“ Gezeigt wird außerdem ein Hochdruckreinigungsspezialfahrzeug, mit dem in der Stadt die Kanäle gereinigt werden. Die Fachmänner führen auch ihre diversen Pumpen vor und zeigen Bilder der reinigenden Mikroorganismen und in Schaugläsern, wie das Wasser vor und nach der Behandlung aussieht. „Die Qualität von Trinkwasser hat es dann aber nicht“, betont Beckmann. „Das bekommen wir in unserer Gegend aus Brunnen.“

Insgesamt sind auf der Kläranlage neun Kollegen tätig. Sie stehen an diesem Tag Rede und Antwort. Auch für die Versorgung ist gesorgt. Das „Suppunternehmen“ bringt Suppe, Würstchen und Getränke mit.

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