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WGE-Schülerinnen gewinnen Bundesumweltwettbewerb – auch Informatiker erfolgreich

Wie viel Mikroplastik ist im Spielsand?

Enger (WB). Mikroplastik im Spielsand ist keine Seltenheit, das haben Friederike Wacker und Jule Hannah Tappe festgestellt. Aus der Problematik haben die Schülerinnen des Widukind-Gymnasiums ein Projekt gemacht, mit dem sie jetzt einen Förderpreis beim Bundesumweltwettbewerb gewonnen haben.

Daniela Dembert

Kelvin Franke (von links), Nils und Alicia Faust, Friederike Wacker, Fynn Kastener und Jule Hannah Tappe haben während des Lockdowns erfolgreich an einem online Informatik-Wettbewerb beziehungsweise dem Bundesumweltwettbewerb teilgenommen. Bei Zweiterem gab’s den Förderpreis. Foto: Daniela Dembert

Schon bei „Jugend forscht“ erfolgreich

Die beiden haben das Aufkommen von Mikroplastik in öffentlichen und privaten Sandkästen unter Berücksichtigung des Materials der Sandkasten-Abdeckungen und des Materials der benutzten Spielzeuge untersucht. Ursprünglich hatten sich die Gymnasiastinnen dem Thema schon Anfang des Jahres im „Jugend forscht-Wettbewerb“ gewidmet und damit den dritten Platz im Regionalentscheid belegt.

Während der Corona-Zeit haben sie erneut über ihrem Projekt gebrütet. „Wir haben unsere Forschungen um Experimente zu möglichen Trennverfahren des Plastiks vom Spielsand erweitert und das Projekt dann beim Bundesumweltwettbewerb eingereicht“, berichtet Jule. Die beiden Forscherinnen konnten überzeugen und freuen sich jetzt über ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro.

Jugendwettbewerb Informatik

Die Zeit des Lockdowns haben auch einige andere Gymnasiasten genutzt, um an Wettbewerben des Mint-Bereichs teilzunehmen. Erstmalig hat das WGE mit zehn Schülern am bundesweiten Jugendwettbewerb Informatik teilgenommen. „Der hat komplett online stattgefunden und ist zwischen dem Informatik-Biber und dem Bundeswettbewerb Informatik die mittlere Schwierigkeitskategorie“, erklärt Mint-Lehrer Kirsten Biedermann. Träger sind der Fraunhofer-Verbund, die Gesellschaft für Informatik, das Max-Planck-Institut und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Beim Jugendinformatik-Wettbewerb geht es darum, einen Roboter mit verschiedenen, bereits vorhandenen Befehlsmodulen so zu programmieren, das er die vorgegebenen Aufgaben erfüllt und das Ziel erreicht. Dafür haben die Teilnehmer 60 Minuten Zeit.

Programmieren von zu Hause

Kelvin Franke (12) ist Schulsieger geworden und hat sich in den beiden ersten Durchgängen erfolgreich für die dritte Runde qualifiziert, in der er zwei Aufgaben gestellt bekommt, die mit eigenen Programmierwerkzeugen zu Hause zu bearbeitet sind. Hierbei handelt es sich um die beiden Junioraufgaben des zeitgleich gestarteten Bundeswettbewerbs.

Nils und Alicia Faust, Jule Hannah Tappe und Fynn haben ebenfalls mit guten Erfolgen am Wettbewerb teilgenommen und dafür Urkunden kassiert. „Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, sagt Kirsten Biedermann. „Die Schüler haben komplett alleine von zu Hause aus am Wettbewerb teilgenommen, ohne sich an einen Lehrer wenden zu können.“

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