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Frist endet Dienstag - erst 58 Prozent der Meldungen liegen vor

Finanzamt Herford mahnt zur Grundsteuererklärung

Herford

Jetzt wird's aber Zeit:  Die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung endet am 31. Januar. Die Zahl der eingegangenen Erklärungen beim Finanzamt Herford sei in den vergangenen Tagen zwar stark gestiegen, dennoch habe fast die Hälfte der Immobilieneigentümer noch keine Meldung gemacht.

Von Bernd Bexte

Die Frist zur Abgabe der Grundsteuererklärung endet am 31. Januar. Beim Finanzamt Herford haben bislang erst 58 Prozent der Immobilieneigentümer aus der Kreisstadt sowie Enger, Spenge, Hiddenhausen und Vlotho eine Meldung abgegeben 

„Die Zahlen haben sich in den vergangenen Wochen vervierfacht. Bislang wurden 29.800 Erklärungen abgegeben, etwa 58 Prozent“, sagt Finanzamtsleiter Frank Oltmanns. Seine Behörde ist für Herford, Enger, Spenge, Hiddenhausen und Vlotho zuständig. Die Quote im Nachbaramt Bünde, das in den übrigen Kreiskommunen die Steuern eintreibt, ist exakt genau so hoch. NRW-weit sind es 54 Prozent.

„Wir merken deutlich, dass der Grundsteuer-Endspurt begonnen hat. Mein Aufruf an alle Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer: Geben Sie jetzt Ihre Grundsteuererklärung ab. Am Dienstag, 31. Januar, endet die Frist“, appelliert Oltmanns.

Liege dem Finanzamt die Erklärung dann nicht vor, folgt eine Mahnung. Gebe die Eigentümerin bzw. der Eigentümer die Erklärung danach nicht ab, werde das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen. „Daneben hat die Finanzverwaltung die Möglichkeit zur Festsetzung eines Verspätungszuschlages bis hin zur Festsetzung eines Zwangsgeldes.“

Aber es gibt Hilfe: Die digitale Info-Plattform der Finanzverwaltung www.grundsteuer.nrw.de unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Erstellung der Grundsteuererklärung. „Wir haben Erklär-Videos mit praktischen Hinweisen für die Abgabe mit ELSTER erstellt“, so Oltmanns.

90 Prozent melden online

Auch das Grundsteuerportal (Geodatenportal), über das wichtige Informationen zum Flurstück, wie Gemarkung, Bodenrichtwert und Grundbuchblatt abgerufen werden können, ist dort zu finden. Eigentümerinnen und Eigentümer können dort den sogenannten Sachdatenauszug zu ihrem Flurstück abrufen, der bereits den Großteil der Daten enthält, die für die Grundsteuererklärung benötigt werden. Zur Meldung gibt es aber auch Papier-Vordrucke beim Finanzamt.

Bisher wurden allerdings mehr als 90 Prozent der bei den NRW-Finanzämtern eingegangenen Erklärungen digital abgegeben. Die digitale Abgabe ist über das Online-Finanzamt ELSTER unter www.elster.de möglich. Diejenigen, die noch kein eigenes Konto bei ELSTER haben,   können ihre Grundsteuererklärung auch über den Zugang naher Angehörigen abgeben. „Besitzt beispielsweise Ihre Tochter ein Benutzerkonto, können Sie dieses mitnutzen.“

Info-Telefon freigeschaltet

Für Rückfragen zur Grundsteuerreform ist das Finanzamt Herford unter Tel. 05221 188-1959 (Mo.-Fr. 9 bis 18 Uhr) erreichbar. Bei Fragen zu ELSTER steht das ELSTER Team NRW unter 0251-934-1954 (Mo.-Do. 8 bis 15.30 Uhr und Fr. 8 bis 15 Uhr) zur Verfügung.  

Die Finanzämter bearbeiten die Grundsteuererklärungen grundsätzlich entsprechend des Eingangs und versenden den Grundsteuerwert- sowie den Grundsteuermessbescheid an die Eigentümer/innen. Der errechnete Grundsteuerwert hat noch keine Aussagekraft über die zu zahlende Grundsteuer. Die Kommunen setzen ab 2024 zunächst die neuen Hebesätze fest und berechnen mit diesen die zu zahlende Steuer. 

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