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Polizei versucht vergeblich, 68-Jährigen aus dem Kreis Nordhorn zu stoppen

Geisterfahrer verursacht mehrere Unfälle auf der A2

Herford/Minden

Ein Geisterfahrer hat am Sonntagabend auf der Autobahn 2 eine Reihe von Unfällen verursacht. Beim finalen Zusammenstoß mit einem PKW aus Polen wurden der 68-Jährige aus dem Kreis Nordhorn sowie drei weitere Menschen schwer verletzt.

Symbolbild. Foto: Jens Büttner/ZB/dpa

Gegen 20.15 Uhr Abend klingelten bei den Leitstellen der Kreispolizeibehörden Herford und Minden  die Telefone heiß. Ein Geisterfahrer sei mit seinem Auto auf der A 2 auf der Richtungsfahrbahn Dortmund falsch, und zwar in Richtung Hannover unterwegs. Deswegen sei es bereits zu zahlreichen Gefahrensituationen und Unfällen gekommen.

Ein Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld konnte den Geisterfahrer auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Rehren und Lauenau  ausfindig machen. Bei der Parallelfahrt auf der Richtungsfahrbahn Hannover versuchen die Beamten erfolglos, mit dem Fahrzeugführer Kontakt aufzunehmen und ihn zum Anhalten zu bewegen.

Bis 23.50 Uhr gesperrt

Kurz vor der Anschlussstelle Lauenau schließlich stieß das Fahrzeug gegen 20.35 Uhr mit einem entgegenkommenden PKW aus Polen zusammen. Dabei wurden sowohl der Geisterfahrer - ein 68-Jähriger aus dem Kreis Nordhorn -  als auch die drei Insassen im polnischen Auto schwer verletzt. Die Polizei Hannover forderte die Rettungskräften an, die Autobahn in Richtung Bielefeld wurde bis etwa 23.50 Uhr gesperrt.

Zuvor war es bereits auf nordrhein-westfälischer Seite zu zwei weiteren Unfällen im Zusammenhang mit dem Falschfahrer gekommen: Zwischen der Anschlussstelle Vlotho und dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen wurde ein PKW mit zwei Personen am Kotflügel gestreift, einem weiteren PKW, besetzt mit einer Person, wurde der Außenspiegel abgefahren. Ein größerer Schaden konnte durch Ausweichmanöver der Fahrzeugführer verhindert wderden, so dass zum Glück niemand verletzt wurde.

Hoher Sachschaden

Zwischen den Anschlussstellen Porta und Veltheim konnte ein in Richtung Dortmund fahrender Autofahrer ebenfalls durch Ausweichen einen Zusammenstoß verhindern. Hierbei fuhr er gegen Mittelschutzplanke und kam im Anschluss auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Auch bei diesem Unfall wurde niemand verletzt.

Den nicht unerhebliche Sachschaden kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau beziffert werden. Die Gründe für die Falschfahrt sind Gegenstand der Ermittlungen.

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