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Bund unterstützt Entwicklung der Wentworth-Kaserne

3,4 Millionen Euro für Bildungscampus

Herford (WB). 3,4 Millionen Euro erhält die Stadt Herford an Bundesmitteln für die Entwicklung der Wentworth-Kaserne. Für das Geld sollen drei Gebäude auf dem geplanten Bildungscampus saniert werden. »In den kommenden Jahren wollen wir auf dem Campus 1000 neue Arbeitsplätze schaffen«, sagte gestern Bürgermeister Tim Kähler.

Ralf Meistes

Norbert Landshut möchte in einem Mannschaftsgebäude Start-up-Unternehmen ansiedeln. Foto: Moritz Winde

Verhandlungen um Kaufpreis

Herford ist eine von bundesweit nur 17 Kommunen, die eine Förderung im Rahmen »Nationale Projekte des Städtebaus« erhält. Bevor auf dem Campus gebaut werden kann, muss die Stadt aber mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verhandeln, die Eigentümerin der Kasernen ist (siehe Kasten). »Wir warten darauf, dass uns die Bima einen Kaufpreis nennt. Mit der Entwicklung der Wentworth-Kaserne ist nicht vor 2018 zu rechnen«, sagte gestern Norbert Landshut, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Herford (SEH).

Während die Harewood-Kaserne und die Hammersmith-Kaserne für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, hat die Stadt für die Wentworth-Kaserne konkrete Pläne. »Wir haben in unserem Förderantrag sechs Handlungsfelder benannt, die wir auf dem Stiftberg umsetzen wollen«, erklärte Landshut. Unter anderem sind es die Bereiche Studium/Forschung/Lehre, Gesundheitswirtschaft/Pflegeberufe, aber auch Innovation/Design.

Restaurant im Offizierskasino

In einem ersten Schritt sollen das ehemalige Offizierskasino an der Liststraße, das Divisionskonferenzzentrum und ein Mannschaftsgebäude saniert werden. »In das Mannschaftsgebäude könnten Start-up-Unternehmen einziehen. Im Kongresszentrum könnten wir Unternehmerveranstaltungen anbieten. Und schließlich könnten wir das ehemalige Offizierskasino als Gastronomie nutzen«, sagt Landshut.

Der SEH-Geschäftsführer spricht gerne von einer »neuen Mitte« auf dem Stiftberg, denn wenn eines Tages die Flüchtlinge die Hammersmith-Kaserne verlassen, könnten auf dem Areal bis zu 400 Wohneinheiten entstehen.

Zweite Premiumförderung in zwei Jahren

Bürgermeister Tim Kähler bedankte sich bei allen Mitarbeitern, die an der Erstellung des Förderantrags mitgewirkt haben. »Es ist schon etwas Besonderes, dass wir innerhalb von zwei Jahren zweimal die Premiumförderung des Bundes erhalten. In dem jetzigen Verfahren sind lediglich zwei Städte in NRW mit einer Förderung bedacht worden«, so Kähler.

Lob für den Wettbewerbsbeitrag kam von Stefan Schwartze (MdB). Der SPD-Politiker erklärte: »Das ist ein starkes Signal, auch für die Wirtschaft in Herford.« Ähnlich äußerte sich Tim Ostermann (MdB, CDU). Für ihn ist das Bildungscampus-Projekt »ein Paradebeispiel dafür, wie ehemalige Militärflächen zukunftsorientiert von unseren Kommunen entwickelt werden«.

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