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E-Center selbst für Fußgänger von Salzufler Straße aus nicht erreichbar

Abgesperrt

Herford (WB). Wenn es um die Dauerbaustelle an der Salzufler Straße geht, ist Marktleiter Matthias Konrad Kummer gewöhnt. Jetzt hat es das Edeka-Center an der Ernstmeierstraße aber richtig getroffen.

Bernd Bexte

Marktleiter Matthias Konrad steht an der abgesperrten Zufahrt. Mindestens bis Anfang Dezember ist der Verbrauchermarkt nur über die rückwärtige Ernstmeierstraße erreichbar – auch für Fußgänger. Sie müssen weite Umwege in Kauf nehmen. Foto: Bexte

Seit einer Woche, mit Beginn des neuen Bauabschnitts direkt vor der Zufahrt, ist der Markt von der Salzufler Straße komplett abgeschnitten – für Autofahrer, Radler und sogar Fußgänger. »Ich bin hier seit sechs Jahren Marktleiter, aber das ist hier die bislang größte Herausforderung«, zeigt Konrad auf die Absperrung der Hauptzufahrt. Wenn alles nach Plan verläuft, wird diese erst wieder kurz vor Weihnachten freigegeben.Der Lebenmittelmarkt (3800 Quadratmeter Verkaufsfläche, 86 Beschäftigte) ist bis dahin nur über die rückwärtige kleine Zufahrt an der Ernstmeierstraße zu erreichen.

Weniger Kunden

»Natürlich hat die Baustelle auch in den vergangenen Monaten Auswirkungen auf die Kundenfrequenz gehabt, aber jetzt ist es noch einmal spürbarer geworden«, bilanziert Konrad nach einer Woche. Das größte Problem: »Die meisten Kunden kommen aus dem Bereich nördlich der Salzufler Straße, zu Fuß müssen sie jetzt weite Umwege über die Jungfernstraße oder Brunnenstraße in Kauf nehmen.« Gerade für ältere Menschen mit Einkaufs-Trolleys oder Rollatoren sei das unzumutbar. »Wir sind als Nahversorger schließlich auch für unsere Kunden verantwortlich.« Die würden ihren Unmut äußern, seien teilweise genervt. »Das wird dann an den Bedienungstheken zur Sprache gebracht.«

Zufahrt selbst ausgeschildert

Konrad hat jetzt in Eigenregie Schilder im Umfeld des Marktes aufgehängt, die auf die rückwärtige Zufahrt hinweisen. Die Stadt duldet das. Der Marktleiter wünscht sich aber einen provisorischen Fußgängerüberweg über die Salzufler Straße. »Ja, wir haben das im Blick«, sagt Baustellenkümmerer Michael Schäfer von der Pro Herford. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das aber noch nicht machbar, »vielleicht später, wenn der Schotter aufgetragen ist«.

Er weiß um die Problematik vor Ort. »Wir bemühen uns, die Bedürfnisse der Anlieger zu berücksichtigen.« Aber auch bei den weiteren Bauabschnitten werde es Einschränkungen geben. Konrad hofft, dass die Bauarbeiten schnell fertig werden – vielleicht schon Anfang Dezember. »Denn das ist unser umsatzstärkster Monat.«

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