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Burgtheater: Alexandra Althoff wird stellvertretende Intendantin

Auf dem Theater-Olymp

Herford (WB). Von den Bühnenbrettern des Friedrichs-Gymnasiums auf den Theater-Olymp: Alexandra Althoff wird stellvertretende künstlerische Leiterin des Wiener Burgtheaters. Die 41-Jährige tritt ihre Stelle offiziell im September an.

Hartmut Horstmann

Alexandra Althoff (41) wird stellvertretende Intendantin des Wiener Burgtheaters. Foto: Heinz Holzmann

Sie ist damit die Stellvertreterin von Martin Kušej (58), der als neuer Burgtheaterdirektor ebenfalls im September offiziell beginnt. Im gleichen Monat startet am Wiener Burgtheater auch die neue Theatersaison.

Alexandra Althoff, die aus Bad Salzuflen stammt, hat 1997 am Friedrichs-Gymnasium Abitur gemacht. Als wichtigen Einfluss für ihre spätere Berufswahl nennt sie den Lehrer Ronald Scheibe-Hopmann, der an der Schule für viele Theater-Inszenierungen verantwortlich zeichnet. Herr Scheibe-Hopmann habe bei ihr das Feuer fürs Theater entfacht, sagt sie.

Erstes Stück als Sechstklässlerin

Der Lehrer seinerseits erinnert sich noch gut an die theatralischen Anfänge Alexandra Sonntags. Für einen Theaterwettbewerb in Münster, der sich an sechste Klassen richtete, hatte die Schülerin ein Märchen umgeschrieben. Die ganze Klasse führte das 15-Minuten-Stück auf, es erreichte den zweiten Platz.

Weitere Theater-AG-Erfahrungen am Friedrichs-Gymnasium folgten, nach einem Studium arbeitete Alexandra Althoff an verschiedenen deutschen Bühnen als Dramaturgin. Seit 2013 ist sie Dozentin am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Zu ihrem ehemaligen Lehrer hat sie bis heute Kontakt.

Besuch mit Sachertorte

Auch den Tag, an dem sie ihm von der neuen Perspektive in Wien erzählte, hat Scheibe-Hopmann nicht vergessen: »Sie brachte mir eine Sachertorte mit.«

Der Grund zur Freude ist groß, denn beim Burgtheater handelt es sich mit mehr als 1300 Plätzen um das größte deutschsprachige Sprechtheater. Intendanten wie Claus Peymann und Autoren wie Thomas Bernhard sind untrennbar mit der Burgtheater-Geschichte verbunden. Diese war immer auch eine Geschichte der Theaterskandale. Die Anfänge der Bühne gehen zurück bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

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