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800 Herforder erleben Auftaktniederlage der Löw-Elf in der Eishalle

Auf Vorfreude folgt Ernüchterung

Herford (WB). Da, wo sonst die Kufen über das Eis kratzen, haben Fußballfans am Sonntagnachmittag ordentlich mitgefiebert. Mit 800 Zuschauern war das erste Public Viewing in der Eishalle im Kleinen Feld doppelt so gut besucht wie zuletzt die Vorrundenspiele in der Markthalle.

Sophie Hoffmeier

Foto: Sophie Hoffmeier

Sonnenliegen unter Eiszapfen-Deko

Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Mexiko spricht Enttäuschung aus vielen Gesichtern. Das war vor dem Anpfiff noch ganz anders: Die Banden sind mit verschiedenen Fahnen geschmückt. Sonnenliegen und Palmen haben ihren Platz unter der Eiszapfen-Dekoration gefunden.

Die Halle ist stark abgedunkelt. Im hinteren Bereich sind Sitzmöglichkeiten und eine Bar aufgestellt. Vor der Halle gibt es neben einer weiteren Möglichkeit, Getränke zu kaufen, auch eine Imbissbude. Auf einem kleineren Fernseher läuft hier gerade die Vorberichterstattung.

1400 Zuschauer passen in die Eishalle

Seit 2002 ist das »Rudelgucken« in Herford ein fester Bestandteil jeder Meisterschaft. Genau in diesem Jahr feierte auch die Eishalle ihre Premiere als Übertragungsort. Beim Finale »Deutschland gegen Brasilien« bei der WM in Südkorea musste sie wegen ihrer großen Besucherkapazität schon einmal herhalten. 1400 Personen passen in die Eishalle.

20 Quadratmeter große Leinwand

Anders als in der Markthalle verteilen sich die Zuschauer auf eine breite Fläche vor der 20 Quadratmeter großen Leinwand, während im hinteren Teil der Halle noch ausreichend Platz ist.

Zur Einstimmung auf das Aufeinandertreffen mit Mexiko tritt die Tanzgruppe »Jalapeño! La Fiesta« aus Bielefeld auf. »Wir drücken beiden Mannschaften die Daumen«, sagt Oljana Riebe, deren Herz trotz ihrer deutschen Abstammung für die mexikanische Kultur schlägt.

Bangen um den Ausgleich

Zusammen mit den anderen Tänzerinnen wirbelt sie in traditionellen mexikanischen Gewändern über die Fläche. Die vordersten Reihen sind mit Stuhlreihen ausgestattet. Dahinter folgen Stehtische. Fans aus allen Altersgruppen sind anwesend und hoffen bis zur letzten Sekunde auf den Ausgleichstreffer gegen Mexiko.

Nach der Niederlage ist die Stimmung gedrückt. Trotzdem wollen viele Besucher wiederkommen. »Hier müssen wir uns keine Sorgen wegen dem Wetter machen«, erzählt die 20-jährige Gina Kruzel: »Das es heute so voll ist, hätte ich nicht gedacht. Hier wollen wir jetzt öfters hin.«

»Für Kinder ist das hier super«

Nicole Motzkus ist mit Sohn Dominik (9) da. »Für Kinder ist das hier super. Vor allem, dass drinnen alles geschlossen ist und Security vor Ort ist«, sagt sie: »Allerdings wäre es toll, wenn es da drinnen etwas heller wäre.«

Anders sehen es Sascha Schröder und Sascha Burre: »So sieht der Zuschauer doch viel besser.« Den Freunden gefällt die Atmosphäre im Inneren: »Das ist eine gute Alternative zur Markthalle.« Patrick Frevert lobt die gute Lage der Halle. Die Räumlichkeiten sagen ihm allerdings nur bedingt zu: »Hier ist kaum überschaubar, wie viele Besucher wirklich da sind, weil es sich so verläuft.«

Manfred Bischoff von Pro Herford freut sich über die große Resonanz: »Wir sind sehr zufrieden mit dem Andrang und unser Sicherheitskonzept hat super geklappt.«

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