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Rußrindenkrankheit: Weil Holz auch nicht gehäckselt werden kann, scheidet Verbrennung aus

Bäume passen nicht in den MVA-Trichter

Herford (WB). Bei der Suche nach einer Entsorgungslösung für die etwa 350 mit der Rußrindenkrankheit befallenen Ahornbäume auf dem Homberg bietet die Müllverbrennungsanlage (MVA) in Bielefeld-Heepen Nachbarschaftshilfe an – auch wenn das belastete Holz dort nicht verbrannt werden kann.

Bernd Bexte

Die schwarz verfärbte Rinde ist ein Zeichen für die Rußrindenkrankheit. Sie hat Bäume auf dem Homberg in Falkendiek befallen. Foto: Stadt Herford

»Das bei uns angelieferte Material wird im Müllbunker mit dem Greifer in einem Trichter versenkt und dann verbrannt. Ganze Baumstämme passen da aber nicht rein«, sagt Birgit Jahnke, Sprecherin der Interargem, Tochterunternehmen der Bielefelder Stadtwerke und Betreiber der MVA. Dort könne nur gehäckseltes Holz verbrannt werden.

»Aber die befallenen Baumstämme dürfen nicht gehäckselt werden.« Denn dabei könnten sich die Sporen des Schimmelpilzes, der auch für Menschen gefährlich ist, unkontrolliert verbreiten. »Bei der Anlieferung und Verarbeitung wäre das auch eine Gefahr für unsere Mitarbeiter.« Gleiches gelte für die zweite MVA der Interargem in Hameln, obwohl diese über einen Altholzkessel verfüge.

Gespräche mit der SWK

Die bislang seltene Rußrindenkrankheit – durch die Dürre begünstigt – sei ein »ungewöhnliches Problem«. Bei der Suche nach einer Lösung stehe man in Kontakt mit der Herforder SWK. »Wir wollen den Herfordern gerne helfen. Vielleicht gibt es eine Möglichkeiten, den Pilz erst abzutöten, damit das Holz dann gehäckselt werden kann.« Möglicherweise könne das Holz auch in einer Sonderverbrennungsanlage entsorgt werden. Die nächstgelegene sei in Herten. Wie berichtet, kommt auch das Fällen und Vergraben der Bäume nicht in Frage. Laut Forstexperten sind es in Falkendiek einfach zu viele.

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