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Kreis nimmt in Kooperation mit Hiddenhausen am Audit »Familiengerechter Kreis« teil

Bedürfnisse aller Generationen im Blick

Herford (WB). Familien sollen auch weiterhin gerne und lange im Kreis Herford leben wollen. Sie sollen nach ihren individuellen Lebenum­ständen und Bedürfnissen unterstützt werden. Dazu soll die Auszeichnung »Familiengerechter Kreis« beitragen, die – nach der Gemeinde Rödinghausen – nun auch der Kreis Herford und die Gemeinde Hiddenhausen anstreben.

Freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit auf dem Weg zu einem »familiengerechten Kreis Herford«: (von links)  Annemarie Hodde und Patrick Puls (Büro Verwaltungsleitung), Beatrix Schwarze (Geschäftsführerin »Familiengerechte Kommune«), Ulrich Rolfsmeyer (Bürgermeister Gemeinde Hiddenhausen), Gisela Hering-Bejaoui (Leiterin des Sozialamtes Hiddenhausen), Landrat Jürgen Müller und Norbert Burmann (Kreisdezernent) sowie Auditorin Kerstin Schmidt.

»Wir verstehen unter einem familiengerechten Kreis nicht nur, dass zum Beispiel ausreichend Betreuungsplätze für Kinder geschaffen werden, sondern dass alle Generationen in den Blick genommen werden. Es muss Rahmenbedingungen geben, auf die sich Familien und alle Generationen verlassen können. Wir als Kreis können da koordinierend wirken«, erklärte Landrat Jürgen Müller die Vorteile des Audits.

Suche nach Partnern

Weil sich Familienstrukturen stetig wandeln, werden nun die Angebote im Kreis Herford auf ihre Aktualität und Entwicklungsmöglichkeiten hin überprüft. Ganz unterschiedliche Bereiche stehen im Fokus: Schule, Jugend, Mobilität, Pflege und Kinderbetreuung oder Arbeit.

Dabei spielt beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf eine wichtige Rolle. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit zur Arbeit im Home-Office oder Gleitzeiten. Dem Kreis kommt hier die Aufgabe zu, die Partner an den Tisch zu holen. Beispielsweise kleinere und mittlere Unternehmen, die ortsnahe und passgenaue Lösungen entwickeln, um Fachkräfte im Kreis zu halten und anzulocken.

Auch Bürger beteiligen

Die Weiterentwicklung der Familiengerechtigkeit ist ein Prozess, der auf Dauer angelegt ist und bei dem viele Akteurinnen und Akteure mitwirken. Neben den Verwaltungen der Städte, den freien Trägern der Wohlfahrtspflege, der Wohnungswirtschaft, Bildungseinrichtungen und Unternehmen sollen auch Politik und Lokale Bündnisse für Familien und Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.

Für das Kreis-Audit werden sich die kreisangehörigen Kommunen noch intensiver vernetzen. Rödinghausen ist bereits als erste Gemeinde im Kreis Herford als familiengerecht zertifiziert, auch die Gemeinde Hiddenhausen strebt jetzt eine eigene Zertifizierung als »Familiengerechte Kommune« an.

Projekt dauert drei Jahre

Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer erklärt, warum: »Wir als Gemeinde können mit dem Kreis Herford gemeinsam planen – wir blicken aus unterschiedlichen Perspektiven auf das gleiche Thema. Gerade im Hinblick auf die Sammlung und den Austausch von Daten wird ein besserer Überblick und somit auch eine bessere Ausgangslage für die Bewohnerinnen und Bewohner entstehen.«

Am Anfang des insgesamt dreijährigen Projektes steht eine Analyse der familienpolitischen Ausgangslage. Damit kann dann eine Gesamtstrategie für das erste Jahr entwickelt werden. Mit einem Drei-Jahres-Plan wird diese Strategie durch politische Beschlüsse bestätigt und der Kreis Herford sowie die Gemeinde Hiddenhausen erhalten das Zertifikat »Familiengerechter Kreis« und »Familiengerechte Kommune«.

Während des gesamten Prozesses werden der Kreis Herford und die Gemeinde Hiddenhausen durch den Verein »Familiengerechte Kommune« unterstützt. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der vom Verein gestellten Auditorin Kerstin Schmidt, die bereits andere Städte verfolgreich begleitet hat.

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