Geschäftsführer Frank Krienen: „Wir kündigen nicht willkürlich Mietverträge“

belvona widerspricht den Linken in Herford

Herford (WB)

„Wir sind kein Wohnungs-Privatisierer, der Wohnungen im Luxus-Standard saniert und anschließend wieder verkauft“, sagt Frank Krienen, Geschäftsführer des Düsseldorfer Unternehmens belvona.

Ralf Meistes

belvona-Geschäftsführer Frank Krienen äußert sich zum Wohnungsbestand in Herford. Foto: belvona

Krienen reagiert damit auf Kritik der Partei Die Linke. In der Ratssitzung am 7. Mai hatte Ratsfrau Marlies Burgdorf (Die Linke) gefragt, wie die Stadt Herford dazu stehe, dass im so genannten Lindwurm an der Berliner Straße das Unternehmen belvona Luxuswohnungen errichten möchte und die bisherigen Mieter dort raus sollen.

„Wir kündigen nicht willkürlich Mietverträge, um hier dann weitere Wohnungen sanieren zu können“, widerspricht belvona-Geschäftsführer Krienen. Dem Düsseldorfer Unternehmen gehören 74 Wohnungen im Bereich Berliner Straße, Credenstraße und Rosenstraße. Es hat den Bestand von der Immobiliengesellschaft Altro Mondo übernommen.

In der Berliner Straße befinden sich die Wohnungen im Lindwurm, einer Aneinanderreihung von Mehrfamilienhäusern bis zum Kreuzungsbereich Bergertor. Auch der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WWS gehören hier Wohnungen.

In der Rosenstraße betreibt die Wohnungsgesellschaft belvona außerdem ein kleines Büro. „Wir freuen uns über jeden Mieter, der bei uns wohnt und sich heimisch fühlt. Sämtliche Mieter sollen in den Genuss der absoluten Zufriedenheit kommen. Zur Not können sich unsere Mieter auch direkt an mich wenden, hier nehme ich mich persönlich der jeweiligen Anliegen an“, teilt Krienen auf Anfrage mit. Allerdings gebe es Mieter, die sich nach vielen Gesprächen und aufwendigem Schriftverkehr nicht bereit erklärten, ihre Miete zu zahlen. „Denen haben wir gekündigt. Ich denke, dass ist auch nachvollziehbar“, sagt Krienen. Das Ziel des Unternehmens sei, durch stete weitere Investitionen in die Bestände bezahlbaren Wohnraum auch für Geringverdiener bieten zu können.

Für die Herforder Wohnungen bedeute dies, dass im Altstadtensemble Wohnungen ab 569 Euro pro Monat erhältlich seien. Krienen: „Ein Vermietungsstand von nahezu 100 Prozent bestätigt hier unser Credo.“

Die Linke will die Situation weiter beobachten, kündigt Harald Korten an. Er habe mit einer Familie gesprochen, die seit Jahren in einer der Wohnungen lebe, dort selbst einiges ausgebessert habe und nun ständig angerufen werde, mit dem Ziel, dort auszuziehen. Die Linke will das Thema in einem der politischen Gremien auf die Tagesordnung setzen, kündigt Korten an.

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