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Stadtwerke lassen Gutachten zu möglichen Folgen einer Werre-Absenkung erstellen

Bergertor-Wehr: neuer Anlauf nach der Sommerpause

Herford (WB/pjs). Mit der Zukunft des Bergertor-Wehres wird sich der Bau- und Umweltausschuss voraussichtlich erneut nach der Sommerpause befassen. Wie berichtet, war die Sondersitzung am 29. Mai kurzfristig abgesagt worden.

Wie geht es mit dem Wehr am Bergertor weiter? Der Bau- und Umweltausschuss wird sich mit diesem Thema voraussichtlich erst nach der Sommerpause wieder beschäftigen. Dann soll auch über den aktuellen Zustand des Wehrs berichtet werden. Foto: Moritz Winde

Der Grund: Die Stadtwerke hatten ein Gutachten des von ihnen beauftragten Büros Consulaqua vorgelegt, in dem Bedenken wegen möglicher Beeinflussung der Trinkwassergewinnungsanlage Brunnenstraße durch Absenkung der Werre geäußert wurden. Dieses Gebiet war in der Expertise des von der Stadt beauftragten Gutachterbüros CDM Smith nicht berücksichtigt worden.

»Alle Gutachten, die uns vorliegen, sind korrekt«

Am Montag dieser Woche gab es im Rathaus ein Gespräch zwischen der Bauverwaltung und den Sachverständigen: »Alle Gutachten, die uns vorliegen, sind korrekt«, sagte Beigeordneter Dr. Peter Böhm anschließend. Es gebe lediglich »unterschiedliche Betrachtungsweisen«. Die Stadtwerke hätten ihr Gutachten zur Vorbereitung eines für 2023 geplanten Wasserrechtsverfahrens, bei dem es um die Anlage Brunnenstraße geht, erstellen lassen.

Nach dem Gespräch haben sich die Beteiligten laut Böhm darauf verständigt, dass die Stadtwerke eine weitere Untersuchung in Auftrag geben. Sie soll Klarheit schaffen, ob eine Absenkung die künftige Wassergewinnung in dem Brunnengebiet beeinträchtigen könnte.

Entscheidung soll in diesem Jahr fallen

»Normalerweise werden solche Dinge im Planfeststellungsverfahren geklärt«, sagte Böhm: »Soweit sind wir aber noch gar nicht.« In der Bauausschuss-Sitzung nach der Sommerpause werde man auch über den Zustand des Wehres berichten, kündigte der Beigeordnete an. Offen sei, wann das neue Gutachten der Stadtwerke vorliegen werde. Dazu werde ein separater Termin erforderlich sein – zeitnah, wie Böhm hofft: »Wir sind daran interessiert, noch in diesem Jahr eine Entscheidung zu bekommen.«

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