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Konversionsvereinbarung im Rathaus unterzeichnet

Bima und Stadt besiegeln Kooperation

Herford (WB). 30 Hektar Kasernenfläche und mehr als 400 Wohnungen standen leer, nachdem die britischen Streitkräfte im Jahr 2015 Herford verlassen haben. Vieles hat sich seitdem getan. Ehemalige Britenhäuser wie beispielsweise an der Glatzer Straße wurden verkauft, auf dem Areal der Wentworth-Kaserne studieren angehende Finanzbeamte an der Fachhochschule für Finanzen.

Ralf Meistes

Gut gelaunt bei der Unterzeichnung der Konversionsvereinbarung: Dr. Gerald Brummund (von links), Leiter Hauptstelle Verkauf bei der Bima in NRW, Bernd Grotefeld, Leiter Hauptstelle Portfoliomanagement bei der Bima, Bürgermeister Tim Kähler und Beigeordneter Dr. Peter Böhm. Foto:

Die Umwandlung ehemaliger militärischer Liegenschaften hin zu einer zivilen Nutzung nennt man Konversion. Die Eigentümerin der Flächen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), hat gestern mit der Stadt Herford eine Konversionsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist eine »zeitnahe zivile Nachnutzung der Konversionsflächen«, wie es in dem Text heißt, der unter anderem von Bürgermeister Tim Kähler und Dr. Gerald Brummund von der Bima unterzeichnet worden ist.

Drei Kasernen und Wohnungen

Bei den Flächen handelt es sich um die Kasernenstandorte Harewood (Mindener Straße) sowie Wentworth und Hammersmith (beide entlang der Vlothoer Straße) inklusive des Offizierskasinos an der Liststraße sowie 317 bundeseigene Wohnobjekte. Wobei 121 der 317 Wohnungen bereits verkauft worden sind.

Wohnungsbaugesellschaft kauft 60 Wohnungen

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft WWS hat allein 60 Wohneinheiten an der Birkenstraße gekauft. Weil die WWS hier unter dem Aspekt des sozialen Wohnungsbaus tätig ist, erhielt die städtische Tochtergesellschaft die Immobilien zu günstigeren Konditionen. Darüber hinaus ist auch über die Nachnutzung von sonstigen Liegenschaften des Bundes wie den Naafi-Shop an der Waltgeristraße zu entscheiden.

Was wird aus Asbest-Häusern?

In der Präambel des Vertragswerks ist von »vertrauensvoller, partnerschaftlicher Zusammenarbeit« zwischen Bima und Stadt die Rede. Was diese Formulierung wert ist, wird sich zeigen, wenn es um den Verkauf der mit Asbest belasteten Immobilien auf dem Hammersmith-Areal geht.

Die Stadt Herford erwartet hier ein Entgegenkommen von der Bima. Die Bima hat in anderen Städten, mit denen ähnliche Konversionsvereinbarungen geschlossen worden sind, durchaus deutlich gemacht, dass sie ein harter Verhandlungspartner ist, wenn es ums Geld geht.

»Chancen auf dem Stiftberg«

»Wir haben hier in Herford seit dem ersten Tag aber ein gutes Einvernehmen«, betonte Beigeordneter Dr. Peter Böhm. So habe man sich die Kosten für den städtebaulichen Wettbewerb geteilt. Bürgermeister Kähler verwies auf die Chancen, die mit dem Areal auf dem Stiftberg verbunden sind. Zugleich machte er deutlich, dass die Entwicklung der Kasernen ein Projekt für die nächsten Jahre ist.

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