Fahnder durchsuchen zehn Objekte im Kreis Herford und Bielefeld

BKA nimmt mutmaßliche Dealer fest

Herford/Bielefeld (WB). Dem Bundeskriminalamt (BKA) ist offenbar ein Schlag gegen die Drogenszene gelungen: Fahnder haben am Dienstagmorgen insgesamt zehn Objekte im Kreis Herford und Bielefeld durchsucht – und drei Männer festgenommen.

Moritz Winde

Gefährliche Kapseln: Auf diesem Archivfoto ist Ecstasy zu sehen, das vom Bundeskriminalamt sichergestellt wurde. Foto: dpa

„Gegen sie lagen Haftbefehle vor, die vollstreckt wurden“, sagte Julia Bussweiler, Sprecherin der federführenden Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Dort kümmert sich die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT) um das Verfahren.

Der Verdacht richte sich gegen fünf Beschuldigte. Die Männer seien zwischen 27 und 31 Jahre alt. „Es geht um den illegalen Handel mit Drogen, Betäubungsmitteln, Arzneimitteln und neuen psychoaktiven Stoffen.“ Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind meist synthetische Stoffe, die auch als „Designerdrogen”, „Research Chemicals” oder „Legal Highs” bezeichnet werden.

Sechs Häuser seien in Herford, drei in Bielefeld sowie ein Haus in Enger durchsucht worden. Die Beamten stellten nach Informationen dieser Zeitung Computer und Drogen sicher. Julia Bussweiler: „Die Beschuldigten sollen die Drogen im Internet und im Darknet vertrieben haben.“

In den vergangenen Jahren ist der Handel mit neuen psychoaktiven Stoffen gestiegen. Der Konsum von NPS kann nach Angaben des Gesundheitsministeriums schwere Folgen haben: Die Symptome reichen von Übelkeit, heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen, Ohnmacht, Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen bis hin zum Versagen der Vitalfunktionen. In Deutschland und dem übrigen Europa sind Todesfälle aufgetreten, bei denen der Konsum eines oder mehrerer dieser Stoffe nachgewiesen werden konnte.

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