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TuS Ahmsen setzt Belohnung aus – Feuerwerk richtet hohen Schaden an – Clubraum muss saniert werden

Böller in Vereinsheim gezündet

Ahmsen/Herford (WB)

2021 beginnt für den TuS Ahmsen mit einem Schock: Unbekannte haben das Vereinsheim in der Silvesternacht mit Feuerwerksbatterien verwüstet. Der Verein, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern kann, setzt eine „hohe Belohnung“ aus.

Moritz Winde 

Dieses Foto verdeutlicht den hohen Schaden, den die Feuerwerkskörper angerichtet haben. Foto:

Noch immer sieht es im Versammlungsraum des 520 Mitglieder starken Clubs auf der Grenze zwischen Herford und Bad Salzuflen aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte. Und irgendwie ist dies ja auch tatsächlich passiert.

Drei Feuerwerksbatterien mit jeweils 60 Schuss wurden im Gebäude gezündet – von „völlig hirnlosen Menschen. Da ist auch Alkohol keine Entschuldigung“, zeigt sich Vereinsboss Hans-Heinrich Greßhöner wütend und fassungslos zugleich angesichts der immensen Zerstörung.

55 Sekunden Brenndauer, 85 Meter Effekthöhe steht auf der Verpackung des „Magic Cube“. „Da kann man erahnen, was die für einen Wums haben. Wir können von Glück reden, dass kein Feuer ausgebrochen ist. Denn hier ist ja viel mit Holz vertäfelt“, sagt Co-Vorsitzender Moritz Nähler.

Die Einbrecher warfen die Fensterscheibe ein. Foto:

Inzwischen haben die Ehrenamtlichen ein wenig Klarschiff gemacht, im Vereinsheim aber hängt nach wie vor ein penetranter Schwefel-Geruch. Fotos dokumentieren, was die Böller angerichtet haben. Tische, Stühle, Fußboden, Wände und Fliesen: Überall hat sich der Ruß eingebrannt. „Das alles ist nicht mehr zu gebrauchen. Wir müssen wohl grundlegend sanieren“, glaubt Geschäftsführerin Gabi Greßhöner.

Zwar ist der Einbruch – die Täter schlugen mit einem Mülleimer aus Blech die Glasscheibe eines Fensters ein – ein Fall für die Versicherung. Doch in der Regel wird nur der Zeitwert ersetzt. Und der dürfte recht gering sein. Das heißt, der Verein bleibt wohl auf dem Großteil des geschätzten 10.000-Euro-Schadens sitzen.

Die Anlage des TuS Ahmsen liegt zwischen Werre und B239. auf der Grenze zu Herford. Foto: Moritz Winde

Für die Vandalen war es einfach, auf die Anlage zwischen Werre und B239 zu gelangen. „Meines Wissens nach ist unser Kunstrasenplatz der einzige nicht eingezäunte in der Region“, sagt Moritz Nähler. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu Einbrüchen und Zerstörungen gekommen, allerdings nie so heftig wie dieses Mal.

Mit der Stadt Bad Salzuflen soll erörtert werden, welche Schutzmaßnahmen getroffen werden können. Als erster Schritt soll zunächst Videoüberwachung installiert werden.

Der TuS Ahmsen hat Strafanzeige bei der Polizei erstellt. Mit der Auslobung einer Belohnung für Hinweise will der Verein den öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen zusätzlich erhöhen.

Fassungsloser Vorstand: Hans-Heinrich und Gabi Greßhöner sowie Moritz Nähler. Foto: Moritz Winde
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