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Nach Laschet-Auftritt: Warum nicht jeder in den Herforder Schützenhof kam

CDU erklärt Einlasskontrolle

Herford (WB). Zwischen 800 und 900 Gäste waren am vergangenen Samstag in den Stadtpark Schützenhof gekommen, um beim Neujahrsempfang der CDU im Kreis Herford die Rede von Ministerpräsident Armin Laschet zu hören . Einer, der nicht rein durfte, war Jürgen Josting. „Dabei hatte ich eine Einladung“, schreibt der Mann, der als unabhängiger Kandidat in das Rennen um das Amt des Bürgermeisters gehen möchte, auf Facebook.

Ralf Meistes

Zwischen 800 und 900 Gäste hörten sich die Rede von Armin Laschet an. Foto:

Er sei allerdings am Eingang zum Schützenhof abgewiesen worden, weil er zuvor mit der Gruppe Parents for Future vor dem Gebäude demonstriert habe. „So geht kein Dialog. Das ist handwerklich schlecht gemacht“, schreibt Josting. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Oehler reagierte auf den Post und erklärte: „Das ist schade, wir bleiben im Dialog.“

Nicht ganz unproblematisch war der Besuch der Laschet-Veranstaltung für Christian Bäuerle, der unter anderem für die FDP Herford im Bauausschuss sitzt. „Ich wurde auch gefragt, ob ich eine Einladung habe. Nachdem ich gesagt habe, dass ich stellvertretender Vorsitzender der FDP Herford bin, wurde noch mal kritisch nachgefragt, ob ich nicht zu Fridays for Future gehöre“, schreibt Bäuerle.

Nur ohne Schild gab’s Einlass

Erst nachdem Jürgen Josting bestätigt habe, dass Bäuerle zur FDP Herford gehöre, habe zumindest Bäuerle die Veranstaltung besuchen können. Als Laschet in seiner Rede erklärt hat, dass man sich wieder mehr mit anderen Meinungen auseinandersetzen müsse, „habe ich gedacht, dann bitte so handeln“, schreibt Bäuerle.

Zur Aufklärung hat dann der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Tim Ostermann beigetragen. Im Fokus hätten die Schilder gestanden, die vor dem Schützenhof hochgehalten worden sind. Diese hätte man aus Sicherheitsgründen nicht mit in den Schützenhof nehmen können. „Wer nicht bereit war, sein Schild draußen zu lassen, wurde nicht eingelassen“, schreibt Ostermann. Es sei nicht darum gegangen, kritische Meinungen zu unterdrücken. „Dass dies nicht unsere Absicht war, lässt sich vor allem daran erkennen, dass wir dem BUND und der Initiative ‚Land schafft Verbindung‘ explizit die Gelegenheit gegeben haben, sich den Besuchern des Neujahrsempfangs zu präsentieren und ihre Kritik zu äußern. Auch im Gespräch mit Armin Laschet“, schreibt Ostermann.

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