Richters Bar in Herford meldet kurz nach der Öffnung Insolvenz an – Sozialbeiträge müssen nachgezahlt werden

Cocktails fließen erst einmal weiter

Herford

Die Krankenkassen nehmen Nuredin Bytyci in Richters Bar den Cocktailmixer aus der Hand. Sie haben ein Insolvenzverfahren für die Gastronomie an der Aa-Brücke auf der Bäckerstraße eingeleitet.

Von Stephan Rechlin

Nuredin Bytyci wird in Richters Bar erst einmal weiter Cocktails mixen und ausschenken. Foto: Stephan Rechlin

Betreiber Nuredin Bytici, westdeutscher Meister im Cocktailmixen, bleibt gelassen: „Die Bar bleibt geöffnet, die Cocktails fließen weiter.“ Die Insolvenz sei eingeleitet worden, weil ihm zugesagte Hilfsgelder fehlten, um die Sozialbeiträge seiner Angestellten zu entrichten. Wie viele Wirte im Kreis Herford habe auch er mit Ausbruch der Pandemie und den darauf folgenden Lockdowns Überbrückungs- und Kurzarbeitergeld beantragt. Die Bearbeitung seines Antrages habe sich jedoch hingezogen, weil er es keinen Vorjahresumsatz gegeben habe, an dem die Zuschusshöhe hätte bemessen werden können. Bytyci: „Ich habe im Dezember 2019 eröffnet, drei Monate lang gearbeitet und musste dann schließen.“ Die Bewilligungsbehörde habe vor der Frage gestanden, ob aus einem Monat Öffnung auf einen kompletten Jahresumsatz aufgerechnet werden kann.

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