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Aufbau an Geschwister-Scholl-Realschule in Herford startet in den Sommerferien

Container-Mensa soll im September stehen

Herford (WB). Lange hat es gedauert, aber die Zeiten ohne Mensa an der Geschwister-Scholl-Realschule neigen sich wohl langsam dem Ende entgegen: „Stand jetzt kommen die dafür vorgesehenen Container gegen Ende der Sommerferien“, teilte Baudezernent Dr. Peter Böhm auf Anfrage am Montag mit.

Peter Monke

Der Eingang der Geschwister-Scholl-Realschule an der Wiesestraße in Herford: Im September soll die Einrichtung die fehlende Mensa bekommen. Zehn Container werden dafür in den Sommerferien angeliefert. Foto: Peter Monke

Bis alles angeschlossen und betriebsbereit sei, werde es aber wohl bis September dauern. Zum Start des neuen Schuljahres am 12. August werde man auf keinen Fall fertig sein.

Insgesamt sollen zehn Einzelcontainer angeliefert werden, aus denen dann die bislang fehlende Mensa gebaut wird. Dass es mit der Lieferung der Container so lange gedauert habe – der Rat der Stadt Herford hatte dem Antrag zur Containerlösung im Dezember 2019 zugestimmt – liege vor allem am aufwendigen Ausschreibungsverfahren, das allein gut drei Monate Zeit in Anspruch genommen habe.

Die Container-Mensa sei vorerst für einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren angedacht. Verteile man alle anfallenden Kosten auf diesen Zeitraum, müssten pro Jahr „etwa 35.000 bis 40.000 Euro“ für die Maßnahme budgetiert werden, teilte Böhm mit.

CDU fordert Sanierungskonzept

Die Mensa soll über eine Küche für die Essenszubereitung, eine Essensausgabe, eine Kühlung zur Lagerung von Lebensmitteln und eine Toilette für das Personal verfügen. Die Corona-Hygieneregeln haben auf den Bau keinen Einfluss. „Davon sind eher organisatorische Abläufe betroffen, die dann in der Verantwortung der Schule liegen“. sagt Böhm. So sei derzeit eine Essensausgabe in Form eines Buffets nicht möglich. Stattdessen müsse den Kindern das Essen auf den Tisch gestellt werden.

Neben einer Mensa fehlt es an der Geschwister-Scholl-Realschule auch an genügend Räumlichkeiten. Ein Umstand, den die CDU Herford zum wiederholten Male moniert. Bürgermeisterkandidatin Anke Theisen und Stadtratskandidat Thomas Beck machten sich jüngst ein Bild vor Ort. Sie fordern ein Gesamtsanierungskonzept für die Geschwister-Scholl-Schule, damit Lehrkräfte, Eltern und Schüler Planungssicherheit haben.

„Es drängt sich der Verdacht auf, dass das bautechnische Versagen am Ravensberger Gymnasium (RGH) und die damit notwendigen und vom Steuerzahler zu finanzierenden Neubaumaßnahmen alle dringenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen an anderen Herforder Schulen weitestgehend verdrängen“, schreibt Thomas Beck in einer Stellungnahme. Zur Erinnerung: Am RGH muss ein frisch sanierter Trakt mit 13 Räumen – darunter der naturwissenschaftliche Bereich – wieder abgerissen werden , weil Brandschutzvorgaben nicht eingehalten wurden.

Schulstandort zukunftsfähig?

Baudezernent Dr. Peter Böhm widerspricht den Vorwürfen von Seiten der CDU: Wegen der zusätzlichen Belastungen durch den RGH-Neubau sei zusätzliches Personal eingestellt und das Budget aufgestockt worden. Es mangele nicht an Geld, sondern daran, die Aufträge vergeben zu bekommen.

Wie es mit der Sanierung der Geschwister-Scholl-Realschule weitergeht, soll nach der Kommunalwahl im Herbst durch den dann neu gewählten Rat entschieden werden. Zuletzt war von Seiten der Grünen unter anderem über den Standort der Schule diskutiert worden. Es stelle sich die Frage, ob dieser zukunftsfähig sei oder ob man über einen Neubau der Schule an anderer Stelle nachdenken müsse.

Die Schulleitung der Geschwister-Scholl-Realschule war für eine Stellungnahme am Montag nicht zu erreichen.

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