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Kommentar zur wachsenden Petri-Gemeinde in Herford

Der Pfarrer ist das Gesicht des Erfolgs

Herford (WB). Er ist innovativ, charmant, glaubwürdig: Nein, die Rede ist nicht von Grünen-Chef Robert Habeck, sondern von Petri-Pfarrer Bodo Ries.

Moritz Winde

Die Petri-Kirche am Herforder Wilhelmsplatz: In den vergangenen acht Jahren ist die Mitgliederzahl um zehn Prozent gestiegen. Foto: Moritz Winde

In Zeiten, in denen landauf, landab mangels Mitgliedern Gottesdienste ausfallen, Pfarrstellen gestrichen und Kirchen geschlossen werden, hat der 44-Jährige etwas Außergewöhnliches geschafft: Seine Gemeinde wächst – als einzige in Herford .

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Seit Jahren zeigt die Mitgliederkurve nach oben, obwohl auch Petri mit den Herausforderungen zu kämpfen hat, denen sich Kirchen ausgesetzt sehen. Dazu zählen der demografische Wandel, ein verändertes Freizeitverhalten, fortschreitende Säkularisierung, aber auch pragmatische Gründe wie das Sparen der Kirchensteuer.

Bodo Ries ist das Gesicht des Erfolgs. Der Pfarrer überrascht mit neuen Ideen und spricht alle Altersgruppen an. Er tanzt im Gottesdienst Walzer, verteilt Lakritz an die Gläubigen, hält Andachten im Tierpark und zeigt Kinofilme in der Kirche, ohne dabei das Fundament des christlichen Glaubens aufzuweichen.

Sein moderner Ansatz muss nicht jedem gefallen. Immer mehr fühlen sich jedoch davon angesprochen – auch von außerhalb. Gemeinden befinden sich längst in einem Wettbewerb.

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