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Herforder Gemeinden stellen Heiligabend-Konzepte vor – Ökumene am Münster

Der Trend geht zum Freiluft-Gottesdienst

Herford (WB). Zwei ökumenische Gottesdienste vor dem Münster, Licht-Installationen in der Marienkirche, Freiluftgottesdienste, aber auch Veranstaltungen in den Kirchen: Ihr Konzept für ein Heiligabend-Fest der Liebe und der Herausforderungen haben Vertreter der Herforder Kirchengemeinden vorgestellt.

Hartmut Horstmann

Informieren über die Planungen: (von links) Simone Rasch, Bodo Ries, Gerald Haringhaus, Frauke Wagner (Mitte, vorne), Johannes Beer, Eva-Maria Schnarre, Dirk Thomas und Michael Große. In den jeweiligen Gemeindebriefen zum Advent soll das genaue Programm vorgestellt werden. Sicher ist, dass für die meisten Angebote eine vorherige Anmeldung notwendig ist. Foto: Hartmut Horstmann

Vorsichtiger Optimismus

Zwei DIN-A4-Seiten umfasst das Papier, das den derzeitigen Planungsstand auflistet. Klar ist allen Beteiligten, dass sich die Rahmenbedingungen wegen Corona stets ändern können. „Doch irgendwann müssen wir ja planen“, sagt Frauke Wagner, Pfarrerin in der Mariengemeinde. In ihren jeweiligen Gemeindebriefen wollen die Geistlichen zum Adventsbeginn über den hoffentlich definitiven Planungsstand informieren. Ob alles klappe, werde man aber erst in der Woche vor Weihnachten wissen, heißt es.

Als vorsichtigen Optimismus lässt sich die Haltung beschreiben, mit der die Geistlichen auf das Fest schauen. Pfarrer Johannes Beer spricht von einer Herausforderung, die die Gemeinden kreativ werden lasse.

Als erfreulich konstruktiv bezeichnete er die Gespräche mit den Ordnungsbehörden, mit den Vertretern von Stadt und Pro Herford. Als Neuerung nennt er die beiden ökumenischen Gottesdienste an Heiligabend (16 und 18 Uhr) vor dem Münster. Einen der Gottesdienste wird Beer mit Dechant Gerald Haringhaus gestalten. Darüber hinaus überlegt auch die katholische Kirche neue Konzepte, doch bringt es Haringhaus auf die Formel: „Wir sind noch nicht final.“

Zwei Kirchen mit Lichtinstallationen

Zu den Problemen der Innen-Gottesdienste zählt neben der Platzsituation die Frischluftzufuhr, so dass man die Gottesdienste nicht – wie Heiligabend üblich – direkt aufeinander folgen lassen kann. Eva-Maria Schnarre zum Beispiel spricht für die Emmaus-Gemeinde von Hybrid-Gottesdiensten. So sollen in der Christus- und Thomaskirche Gottesdienste draußen mit einem gemeinsamen Singen beginnen. Ein Teil der Personen geht danach in die Kirche, der Rest kann den Gottesdienst anschließend per Live­stream draußen verfolgen.

Die Elverdisser wiederum planen drei halbstündige Freiluftgottesdienste auf dem Kirchplatz. In Herford-Mitte soll es Gottesdienste in den einzelnen Kirchen geben. „Vielleicht können wir zum Abschluss vor der Tür ja gemeinsam singen“, hofft Pfarrer Beer.

Die Herringhauser favorisieren einen Open-Air-Gottesdienst (ab 17 Uhr) auf dem Sportplatz, die Kreuz-Kirchengemeinde kündigt drei kurze Gottesdienste in der Kirche an. Noch in der Planungsphase befinden sich die Laarer, eine A- und B-Variante gibt es auf dem Stiftberg. Die Marienkirche soll als Wandelkirche mit einer Lichtinstallation von 15 bis 19 Uhr geöffnet sein – und zwar eine ganze Woche lang. Hinzu kommen, falls möglich, Freiluftgottesdienste auf dem Luttenberg.

Verweis auf Weihnachtstage

Mit einer Laserprojektion – allerdings von außen – arbeitet auch die Petrigemeinde, die drei Kurzgottesdienste vor der Kirche plant. Aufgrund des Hygienekonzeptes sind für fast alle Angebote Anmeldungen (wegen des Platzes und der namentlichen Nachvollziehbarkeit) notwendig.

Unabhängig vom Heiligabend, der unter Gottesdienst-Besuchern besonders beliebt ist, verweisen die Geistlichen auch auf die anderen Tage. Man könne auch Gottesdienste an den beiden Weihnachtsfeiertagen und am 27. Dezember, der ein Sonntag sei, besuchen, betont Johannes Beer.

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