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Bismarck-Freunde feiern Saisonabschluss – Alpenhörner erklingen trotz Regenwetter

Der Turm der guten Laune

Herford (WB). »Turmfreunde sind wetterfest«, sagt Regina Hensel. Und so ließen sich die Mitglieder des Freundeskreises Herforder Bismarckturm, die das Saisonende feierten, vom Regen nicht die gute Laune verderben.

Stefan Wolff

Hilde Fleer, Ernst-Gerhard Steinhoff, Helmut Meyer und Angelika Neuse (von rechts) bewachen den Bismarckturm. Witterungsbedingt gab es zum Saisonabschluss nicht den ganz großen Andrang. Doch kann sich der Bismarckturm-Verein auf seine Mitglieder verlassen. Foto: Stefan Wolff

Dafür schmeckten Kaffee und selbst gebackener Kuchen einfach zu gut. Auch die Musiker der Familie Pohlmann trotzten dem Regen. Wenn es das Wetter zuließ, entlockten sie am Nachmittag ihren Alpenhörnern Töne. »Dabei wurden sie natürlich unterbrochen«, sagt der scheidende Vereinsvorsitzende Peter Bubig. Denn die Instrumente aus Fichtenholz seien sehr empfindlich.

Erfreulich ist der Rückblick auf die vergangenen Wochen und Monate. »Wir hatten wieder sehr viele Besucher in dieser Saison«, stellte stellvertretende Vorsitzende Regina Hensel fest. »Der Bismarckturm ist weiterhin sehr beliebt.

Mitgliederentwicklung ist stabil

Selbst aus Bielefeld kam im August eine Gruppe ehemaliger Abiturienten, obwohl die dort einen eigenen Turm haben.« Auch Kindergärten und Grundschulen würden immer häufiger den Turm als ein Ausflugziel nutzen.

Hensel vermutet, dass dank der Sommerfeste des Freundeskreises der Bismarckturm mittlerweile bei vielen Eltern bekannt sei. Stabil ist die Mitgliederentwicklung. »Wir haben in diesem Jahr viele junge Neuzugänge«, freut sie sich.

Aktuell zähle der Freundeskreis rund 600 Mitglieder. Und dank ihres Einsatzes schaffe es der Verein, den Bismarckturm der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. »An jedem ersten und dritten Sonntag ist der Turm für Besucher geöffnet. Dann sind immer von elf bis 17 Uhr mindestens zwei, häufig auch vier Mitglieder hier.«

Abgesehen von Begegnungen mit Wanderern und Spaziergängern, die vom Turm den Ausblick genießen wollen, habe die Turmwache auch andere schöne Seiten. »Ein Frühstück im Wald, das hat schon was«, weiß Regina Hensel.

Bubigs letzte Turmöffnung

Am Sonntag hatten trotz des schlechten Wetters bis Mittag immerhin knapp 40 Besucher den Ausblick genossen. Die Turmwache stellten Hilde Fleer, Helmut Meyer und Ernst-Gerhard Steinhoff. Ihnen und allen anderen Turmwächtern dankt der Vorstand des Freundeskreis mit einem Grünkohlessen. Zu seiner Jahreshauptversammlung lädt der Verein für den 5. März ein.

Dann wird auch über den neuen Vorsitz entschieden, denn Peter Bubig wird nach zwölf Jahren als Vorsitzender nicht mehr kandidieren. »Der alte Vorstand wird weitermachen, nur an der Spitze gibt es kein neues, sondern ein anderes Gesicht«, sagt Regina Hensel, die sich eine Kandidatur gut vorstellen kann.

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