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Fachhochschule für Finanzen nimmt ihren Betrieb auf

Die ersten Studenten sind da: Bildungscampus in Herford eröffnet

Herford (WB). Viele waren skeptisch, doch die Idee vom Bildungscampus ist Realität geworden: Erster Nutzer ist die Fachhochschule für Finanzen (FHF), die mit 160 Studierenden und 14 Dozenten den Betrieb im Eingangsbereich der Wentworth-Kaserne aufnimmt.

Peter Schelberg

Im einstigen Offizierscasino an der Liststraße befindet sich jetzt die neue, 200 Quadratmeter große Mensa der Fachhochschule. Am Montag wurden für Studenten und Dozenten die ersten Mittagessen ausgegeben. Foto: Moritz Winde

Nach nur neun Monaten Zeit für Planung, Aus- und Umbaumaßnahmen eröffnete Bürgermeister Tim Kähler am Montag im vollbesetzten Auditorium des Kongresszentrums den Bildungscampus.

»Ich freue mich riesig, dass wir diesen Startschuss heute machen können«, sagte der Verwaltungschef, der die Studierenden des dualen Studiengangs Diplom-Finanzwirt und ihre Ausbilder in der neuen Dependance der FHF Nordkirchen willkommen hieß: »Wir sind froh, dass Sie hier sind.« Der Bildungs-Campus sei eines der wichtigsten Projekte für die Zukunft Herfords, betonte Kähler.

Vom Militär- zum Bildungsstandort

Rückblickend erinnerte er an die ersten Gespräche über das Projekt und die Frage der FHF-Verantwortlichen, ob das ehrgeizige Projekt gelingen könne: »Ich habe gesagt, wir schaffen das in dieser Stadt – und wir haben es geschafft!« Dafür dankte Kähler allen Beteiligten und insbesondere dem Team der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH), das einen »tollen Job gemacht« habe.

In einem sehr kurzen Prozess sei es gelungen, aus einem militärischen einen Bildungsstandort zu entwickeln. Herford habe nun auch seinen zweiten Hochschulstandort. Den Studierenden und Dozenten der FHF riet Kähler: »Schauen Sie sich die Stadt an, Herford hat eine ganze Menge zu bieten.«

Bis zu 300 Studenten

»Beeindruckt, wie begeistert, engagiert und verlässlich hier zusammengearbeitet wird«, zeigte sich Jörg Hansen. Der Ministerialdirigent ist auch zuversichtlich, dass das Land seine Ausbildungsoffensive in der Finanzverwaltung fortsetzen wird. Davon könnte der FHF-Standort Herford mit zusätzlichen bis zu 300 Studenten profitieren. »Wir haben die Planung für weitere Studienplätze in Auftrag gegeben«, sagte Hansen. Die Entscheidung werde im Rahmen der Haushaltseinbringung im Landtag fallen.

»Ein Wunder ist geschehen«: So kommentierte der amtierende Verwaltungsleiter der Fachhochschule, Klaus-Wilhelm Gratzfeld, die termingerechte Eröffnung. Schon nach ersten Gesprächen im Oktober 2016 habe es eine sehr gute Vertrauensbasis unter den Akteuren gegeben: »Die Verlässlichkeit hat uns überzeugt.« Und sein Vorgänger Wilhelm Schulte ergänzte: »Was die Herforder an Hindernissen aus dem Weg geräumt haben, ist bemerkenswert.«

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