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Schausteller Björn Laffontien will zunächst die Kosten übernehmen – Crowdfunding-Projekt geplant

Die Riesen-Tanne kommt doch

Herford

Vorzeitige Weihnachtsüberraschung: Die Riesen-Tanne kommt nun doch – und zwar auf den Alten Markt. Das hat Schausteller Björn Laffontien versprochen.

Moritz Winde

Nur Björn Laffontien hat einen Hydraulik-Ständer, mit dem große Bäume Foto: Moritz Winde

Unter der Woche noch hieß es, die Stadt wolle angesichts der Kosten in diesem Jahr erstmals auf die Aufstellung des XXL-Baumes verzichten. Nun also die Kehrtwende: „Ich werde zunächst in Vorleistung treten und damit das finanzielle Risiko übernehmen“, sagt Björn Laffontien. Er habe bereits die Genehmigung bei der Verwaltung beantragt. Sobald das Go aus dem Rathaus kommt, will sich das Team ans Werk machen.

Der 50-Jährige geht davon aus, zum kommenden Wochenende mit dem Aufbau beginnen zu können, für den er insgesamt vier Tage einkalkuliert hat. Das heißt: Noch vor dem 1. Advent wird das Wahrzeichen des Weihnachtslichtes in den Himmel ragen – nur eben diesmal ohne Buden drum herum. „Es soll in diesen schwierigen Zeiten auch ein Zeichen der Hoffnung sein.“

19 Meter misst das Exemplar, das Björn Laffontien aus einem Bünder Privatgarten in die Herforder Innenstadt bringen lässt. Natürlich soll die Tanne wieder festlich geschmückt werden – unter anderem mit 600 Kugeln und 70 Herrenhuter Sternen. Und auch die Lebenslichter dürfen nicht fehlen. Sie leuchten bei der Geburt eines Kindes in den beiden Krankenhäusern. Allein hierfür müssen mehr als 1,2 Kilometer Kabel verlegt werden.

Björn Laffontien beziffert die Gesamtkosten auf 20.000 Euro, wobei etwas mehr als die Hälfte Sponsoren tragen. Er wolle weder um Almosen bitten, noch sich an dem Projekt bereichern – auch wenn er in diesem Jahr coronabedingt so gut wie keine Einnahmen gehabt habe. „Ich möchte nur, dass unsere Kosten gedeckt sind und wir nicht noch etwas drauflegen müssen“, sagt er.

Geplant ist daher ein Spendenaufruf in Form von Crowdfunding. Es soll eine Plattform zu schaffen, auf der jeder spenden kann. „Wir hoffen auf ein breites bürgerschaftliches Engagement“, sagt Ideengeber Mathias Polster.

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