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Syrer (42) entdeckt Umschlag im Lübberlindenweg

Ehrlicher Finder bringt 1050 Euro zur Polizei

Herford (WB). Ein 42-jähriger syrischer Staatsbürger hat am Mittwochmittag 1050 Euro in einem Umschlag auf dem Bürgersteig am Lübberlindenweg entdeckt. Der ehrliche Finder zögerte nicht lange und brachte das Geld zur Polizeiwache an der Elverdisser Straße.

Kathrin Weege

Einen Umschlag mit Geld – ähnlich diesem hier – hat ein 42-jähriger Syrer im Lübberlindenweg gefunden. Foto: Kathrin Weege

»Dass eine so große Summe Geld irgendwo im Stadtgebiet gefunden wird, ist schon eine absolute Seltenheit«, sagte Polizeisprecher Steven Haydon auf Anfrage. Der Betrag werde vorerst von der Polizei amtlich verwahrt.

Einen möglichen Eigentümer des Geldes kennt die Polizei bereits. Ein Herforder Bürger hat sich gestern bei den Beamten gemeldet und angegeben, dass er eine Summe von genau 1050 Euro verloren habe. »Wir überprüfen das nun«, erklärte Haydon.

Finderlohn winkt

Wird der Besitzer ermittelt, darf sich der 42-Jährige über einen Finderlohn freuen. Zur Ermittlung der genauen Höhe gibt es ein spezielles Programm, das die entsprechende Summe errechnet. »Gerade vergangene Woche hatte ein zehnjähriges Mädchen gefundene 20 Euro bei der Polizei abgegeben. Ihr Finderlohn war 1 Euro – also fünf Prozent«, sagt Steven Haydon. Mit der Höhe des Betrages steige aber auch der Finderlohn.

Doch was passiert mit dem gefundenen Geld, wenn der Besitzer nicht ermittelt werden kann? »Es gibt einen Runderlass des Innenministeriums, der den Umgang mit Fundsachen regelt«, sagte der Polizeisprecher. Demnach bleiben diese Dinge zunächst ein halbes Jahr in amtlicher Verwaltung.

In dieser Zeit kann der Eigentümer seinen Besitzanspruch erklären. Anschließend geht das Fundstück dann in den Besitz des Finders über. Hat dieser daran kein Interesse, fließt der geldliche Wert des Fundstücks in die Stadtkasse.

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