Kunstwerk in Herford soll auf Corona-Pandemie hinweisen – spielen verboten

Ein Basketballkorb am Marta

Herford (WB)

Nanu, hängt da an der Backstein-Fassade tatsächlich ein Basketballkorb? Soll man jetzt auf dem Marta-Vorplatz um Rebounds kämpfen und Dunkings erzielen?

Moritz Winde

Hier ist Basketballspielen verboten: Ein kleiner Junge betrachtet den Korb, der seit Kurzem an der Marta-Fassade hängt. Es handelt sich um ein Kunstwerk. Foto: Moritz Winde

„Natürlich nicht“, heißt es auf Nachfrage aus der Marta-Pressestelle. Schließlich sei dies ja ohnehin gar nicht möglich, da das Netz – in diesem Fall eines aus eisernen Ketten – am unteren Ende geschlossen sei. Vielmehr handele es sich um ein Projekt des Objekt- und Installationskünstlers Robert Barta.

Werke des Tschechen waren in der Vergangenheit bereits an der Goebenstraße zu sehen – allerdings nur für Ausstellungsbesucher. Seine aktuellste Arbeit vor dem Eingang trägt den Titel „Never ending Story“ und soll dem Vernehmen nach auf die Zeit der Corona-Pandemie hinweisen.

Was es aber ganz genau mit dem Korb auf sich hat, will das Marta im Moment nicht sagen und verweist auf ein offizielles Statement in den kommenden Tagen. Dass so ein Geheimnis um etwas für jeden Sichtbares gemacht wird, erscheint erstaunlich.

Vielleicht hängt die Zurückhaltung in der Kommunikation mit den aktuellen Corona-Auflagen zusammen. Denn trotz sinkender Infektionszahlen müssen Museen in Herford weiter geschlossen bleiben.

Startseite