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Poppig und festlich zugleich: Weihnachtskonzert des Friedrichs-Gymnasiums

Ein bisschen Swing darf sein

Herford (WB). Ein bisschen mehr Swing, ein bisschen mehr Jazz als anderswo prägt die Weihnachtskonzerte des Friedrichs-Gymnasiums. So zierte das Programmblatt für das Konzert am Samstagabend nicht etwa eine Trompete oder Posaune, sondern ein Saxofon.

Thomas Meyer

Das Finale mit der »Jazz Cantate« von Andy Beck und »Tochter Zion« übernehmen Sextaner- und Quintanerchor, Mittelstufenchor, »Ensemble Encore« und die Bigband. Foto: Thomas Meyer

 Das soll nicht heißen, dass Chöre, Orchester, Kammermusik und Streicher- und Flötenensembles vernachlässigt würden. Die erste Konzerthälfte wurde von traditionellen Weisen, klassischen Arrangements und poppigen Christmas-Hits aus aller Welt dominiert. Nach dem Auftakt durch das Schulorchester sang der Sextaner-Quintanerchor unter Leitung von Schulleiterin Gudrun Horst de Cuestas, die auch die Sänger der Oberstufe, das »Ensemble Encore« dirigiert, »The Carol of the Drum« und »Dormi, dormi, bel bambin«.

Das Klassenorchester der Streicher mit »The first Noel« war ebenso für die zarteren Klänge zuständig wie das Blockflötenensemble mit »Wachet auf, ruft uns die Stimme« und »Der Morgenstern ist aufgegangen«. Ebenfalls leise begann das Ensemble Encore ohne Instrumentalbegleitung mit »Laudamus te«, um dann zusammen mit dem Orchester Händels »Denn die Herrlichkeit Gottes« anzustimmen.

»Go, tell it on the Mountain« und »Amazing Grace«, präsentiert vom Vororchester, sowie der Mittelstufenchor mit den Gesangssolistinnen Melissa Gritzan und Leonie Echternkamp mit »Mary did you know« schlugen dann die Brücke zum Jazz und Swing der Bigband. Hier reihte sich noch einmal das Ensemble Encore mit »Sing Jubilate Deo« und »Singin' on Christmas Morn« (Sologesang: Sophia Horst de Cuestas) ein. Für das Finale verließen sich die Friederizianer auf »Tochter Zion«.

Allerdings ließ Bigband-Leiterin Michaela Scheel dem Weihnachtsklassiker im Wechselspiel zwischen Chor und Musikern einen langen Spannungsverlauf angedeihen, um erst in der letzten Strophe die gesamte akustische Opulenz der musizierenden Gymnasiasten zu präsentieren – die das Publikum mit einem langen Applaus belohnte.

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