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Frank Schäffler (FDP) sorgt sich um Wegfall von Haltestellen

Fernbus-Verkehr könnte Herford bald meiden

Herford (WB). Verliert Herford den Anschluss an das Streckennetz im Fernbus-Verkehr? Diese Sorge äußert zumindest der heimische Bundestagsabgeordnete der FDP, Frank Schäffler.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, erwägt das Unternehmen Flixbus, den Fernbus-Halt in Herford zu streichen. Hintergrund ist die geplante Absenkung der Mehrwertsteuer auf Bahn-Tickets. Foto: dpa

„Die geplante Absenkung der Mehrwertsteuer auf Bahn-Tickets hat bei Fernbus-Anbietern zu Überlegungen geführt, das Streckennetz einzuschränken, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, schreibt er in einer Pressemitteilung. So habe beispielsweise Flixbus angekündigt, dass der Halt in Herford von einer Streichung betroffen wären. Auch Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück würden wegfallen.

Für Schäffler ein kritischer Ausblick, denn: „Der Verlust von Strecken und Halten wird in ländlichen Regionen besonders spürbar werden.” Hier sei der Fernbus schließlich kein zusätzliches Angebot zur Fernbahn, sondern häufig die einzig tragbare Alternative.

Brief an Verkehrsminister

Der Bundestagsabgeordnete hat sich daher bereits in einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt und um Unterstützung für ein klimafreundliches Fernverkehrsangebot im ländlichen Raum geworben.

Schäffler sieht darüber hinaus ein weiteres Problem auf Reisende zukommen. Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion mitteilt, rechnet die Deutsche Bahn in Folge der Mehrwertsteuer-Absenkung mit einem Effekt von bis zu fünf Millionen zusätzlichen Reisenden pro Jahr in den ersten 18 bis 24 Monaten. “Vor dem Hintergrund der bereits jetzt vorkommenden Überbuchung von Zugverbindungen muss es alternative Fernverkehrsverbindungen geben”, schreibt Schäffler.

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