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Stadt schließt Vertrag mit privatem Betreiber

Friedhofskapelle in Eickum bald wieder geöffnet

Herford (WB). Als Politik und Verwaltung die Schließung der Friedhofskapellen in Diebrock und Eickum beschlossen hatten, hagelte es im vergangenen Jahr Proteste im Herforder Westen – Bürger sammelten Unterschriften, um das Aus ihrer örtlichen Trauerhäuser zu verhindern, parteiübergreifend formierte sich Widerstand.

Peter Schelberg

Noch sind die Türen verschlossen: Zum 1. Juli soll die Friedhofskapelle in Eickum wieder genutzt werden können. Foto: Moritz Winde

Auch für Diebrock war ein privater Betreiber gefunden worden

Für Diebrock fand sich nach relativ kurzer Zeit mit dem Bestattungsinstitut Hartung ein privater Pächter, jetzt zeichnet sich auch für die Kapelle in Eickum eine Lösung ab: Im Betriebsausschuss des städtischen Immobilien- und Abwasserbetriebs (IAB) gab Beigeordneter Dr. Peter Böhm am Mittwoch bekannt, dass das Gebäude zum 1. Juli vermietet werde. Der Vertrag sei zunächst befristet abgeschlossen worden mit der Möglichkeit der Verlängerung.

Verkauf oder Abriss sollte vermieden werden

Die Politik hatte die Verwaltung seinerzeit mit dem Schließungsbeschluss beauftragt, Möglichkeiten einer Nutzung durch private Betreiber zu prüfen – auch um einen drohenden Abriss oder Verkauf der Friedhofskapellen zu vermeiden. Böhm erinnert an den Grund der Schließung der beiden Häuser: »Die Unterhaltung der Gebäude war aus städtischer Sicht unwirtschaftlich – wir hatten teilweise in einer Kapelle nur noch elf Bestattungen pro Jahr.«

Bestattungskultur im Wandel

Die Schließung der Trauerkapellen und die 2016 von der Politik zugleich beschlossene Verringerung von Friedhofsflächen erfolgte vor dem Hintergrund eines Wandels der Bestattungskultur mit mehr Feuerbestattungen und Urnengräbern, die zu geringeren Einnahmen bei der Stadt führten.

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