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Brüder beleidigen und stoßen Schiedsrichter aus dem Kreis Herford

Fußballer erhält Bewährungsstrafe

Lemgo (WB/lak). Es waren regelrechte Jagdszenen, die sich am 28. April 2019 auf dem Platz im Bad Salzuflener Sportzentrum Lohfeld abgespielt haben. Leidtragender war der Schiedsrichter, der für einen Verein aus dem Kreis Herford pfeift.

Eine Rote Karte und ein Elfmeterpfiff waren der Auslöser für die Vorkommnisse beim Spiel vom 28. April 2019. Foto: dpa

Er wurde von zwei Spielern des TSV Schötmar nicht nur übel beleidigt, sondern auch noch zu Boden gestoßen und dabei an der Schulter verletzt. Das beweist ein Video, dass in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Lemgo gezeigt wurde.

Geldstrafe und Sozialstunden

Dort gab’s nach mehr als einem Jahr die zivilrechtliche Quittung für die beiden Täter. Ein 29-Jähriger aus Bad Salzuflen erhielt eine fünfmonatige Bewährungsstraße. Außerdem muss er 3600 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen und 50 Sozialstunden leisten. Sein 26-Jähriger Bruder kassierte wegen versuchter Körperverletzung und Beleidigung eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro.

Eskaliert war die Situation damals, nachdem der Schiedsrichter beim Stand von 1:0 für die Gäste vom TBV Lemgo II auf Elfmeter für den TBV und Rote Karte gegen den TSV entschieden hatte. Zuschauer stürmten daraufhin den Platz und Schötmarer Spieler bedrängten den Unparteiischen – zunächst verbal, dann wurden zwei von ihnen handgreiflich. Einen ersten Stoß des 26-Jährigen konnte der Geschädigte noch abfangen. Danach stieß ihn der 29-Jährige mit beiden Händen so heftig vor den Brustkorb, dass er zu Boden fiel und sich dabei an der Schulter verletzte. Danach brach der Schiedsrichter das Spiel ab und flüchtete in die Kabine.

Video als Beweis

Aufgrund des vorliegenden Videos war Leugnen zwecklos – beide Angeklagten waren geständig. Wie das Amtsgericht Lemgo mitteilt, entschuldigten sich die beiden Brüder beim Schiedsrichter und boten ihm eine Entschädigung in Höhe von 600 Euro an. Diese lehnte er jedoch mit dem Hinweis ab, dass es ihm nicht um Geld geht.

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