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Feuer in Halle an der Hombergstraße in Herford – Glutnester erfordern Samstag und Sonntag erneute Löscharbeiten

Großbrand hält Einsatzkräfte in Atem

Herford (WB)

Ein Großbrand in Herford-Falkendiek hat von Freitagabend bis Sonntagmorgen mehr als 300 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Da Glutnester das Feuer immer wieder entfacht haben, dauerten die Löscharbeiten bis Sonntagmorgen.

Christian Müller und Ralf Meistes

Auch am Samstag und Sonntag musste die Feuerwehr zu Löscharbeiten zu der abgebrannten Halle ausrücken. Glutnester flammten immer wieder auf. Foto: Christian Müller

Meterhoch schlugen die Flammen am Freitag gegen 21 Uhr über einem Fabrikgebäude an der Herforder Hombergstraße, in dem unter anderem Möbel gelagert worden waren. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war am Sonntag noch unklar.

Brandermittler der Polizei waren vor Ort und werden heute den Ort des Geschehens genauer untersuchen. Am frühen Samstagmorgen schien der Brand zunächst gelöscht, doch über einen Fahrstuhlschacht ist das Feuer in einem Kellertrakt am Samstag erneut ausgebrochen, sagt Kreisbrandmeister Bernd Kröger. Das THW hatte zuvor damit begonnen, Wände des heruntergebrannten Gebäudes einzureißen. Zur genauen Schadenshöhe wollte sich die Feuerwehr am Sonntag noch nicht äußern.

An allen drei Tagen waren Kräfte aus dem gesamten Kreisgebiet sowie aus Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen und sogar Löschfahrzeuge aus Bielefeld im Einsatz.

Es war der zweite Großeinsatz innerhalb kurzer Zeit, nachdem am Donnerstag eine Tennishalle im etwa fünf Kilometer entfernten Löhne durch einen Großbrand zerstört worden war.

Pressesprecher Christoph Büker erklärte, dass die Herforder Brandbekämpfer am Freitag gegen 21 Uhr alarmiert worden waren. „Die eingetroffen Feuerwehrkräfte meldeten zurück, dass bereits etwa 100 Quadratmeter der Halle brannten. Alle freiwilligen Feuerwehrkräfte, Brandbekämpfer aus dem Kreis Herford und der Umgebung wurden nachalarmiert. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus.“

Die Halle, in der nicht mehr produziert worden war, stand wenig später lichterloh in Flammen, eine große Rauchwolke stieg in den Nachthimmel empor. In dem Gewerbeobjekt lagerten unter anderem Möbel, die eine hohe Brandlast hatten. In der Nacht hieß es: „Die Halle war nicht mehr zu retten. Die Feuerwehrkräfte bauten eine Riegelstellung zu einem angrenzenden Gebäude und einem Spänebunker auf“, so Büker.

In einem Wohnhaus, dass an den Gebäudekomplex angeschlossen war, seien Feuerwehrangaben zufolge etwa 10 Bewohner gemeldet. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bevor die Flammen eine der Wohnungen erreichten, brachten Brandbekämpfer einen Graupapagei ins Freie und übergaben ihn offenbar unversehrt den Bewohnern.

In dem ländlichen Gebiet mussten Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr fahren, da die Hydranten zu wenig Wasser lieferten, um gegen das Flammeninferno anzukämpfen. So wurde für Löscharbeiten die Werre angezapft, nachdem zuvor bereits Wasser aus einer benachbarten Zisterne und einem Löschteich entnommen worden waren. Durch gelagerte Druckgasflaschen und herabstürzende Bauteile der einsturzgefährdeten Halle konnte nur aus sicherer Entfernung gelöscht werden.

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