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Zusatzaufführungen zu zwei Stücken – Einzelkartenverkauf läuft

Große Nachfrage im Stadttheater

Herford (WB). Bereits einen Monat vor Beginn der Theatersaison (21. September) sind zwei Aufführungen ausverkauft. Und für beide Veranstaltungen bietet das Stadttheater Zusatztermine an. Dass es gleich zu zwei weiteren Gastspielen komme, sei ein Novum, sagt Theaterleiter Karl-Heinz Rohlf.

Hartmut Horstmann

Er will nur seine neue Platte hören. Doch weder Ehefrau noch Geliebte gönnen Michel den Hörgenuss. Zu »Eine Stunde Ruhe« gibt es einen Zusatztermin (15. November). Foto: Loredana La Rocca

Einzelfälle habe es aber auch vorher gegeben. Für Rohlf ist die Nachfrage ein Indiz dafür, »dass das Angebot passt«.

Jazzfan in der Stressabteilung

Besonders beliebt unter den Theatergängern ist die Chaos-Komödie »Eine Stunde Ruhe«. Ein Jazz-Liebhaber findet seine lange gesuchte Lieblingsplatte auf einem Flohmarkt. Doch Ehefrau, Geliebte, Sohn und Klempner hindern ihn daran, sich die Platte anzuhören – ein Jazzfan in der Stressabteilung!

Zu der ausverkauften Aufführung am 16. November kommt eine weitere am 15. November hinzu. Ebenfalls einen zweiten Termin gibt es zu »Drei Männer im Schnee« – und zwar am 13. Februar.

Bei weiteren Stücken wird es bereits eng, denn der Einzelkartenverkauf hat begonnen. Rohlf nennt hier unter anderem »Weihnachten auf dem Balkon« (14. Dezember), »My fair Lady« (1. Februar) und die »Sonny Boys« (19. Februar). Auch der Krimi »Blackout« (29. Februar) und der Spaßmacher Ingolf Lück (5. Februar) erfreuen sich besonders großer Beliebtheit.

Weitere Zusatztermine möglich

Ob es zu weiteren Zweitterminen kommt, steht noch nicht fest. Man müsse sich sicher sein, dass am zweiten Tag der Saal mindestens halb voll werde, sonst sei das wirtschaftlich problematisch, sagt Karl-Heinz Rohlf.

So dienen die jetzt angebotenen zwei Termine auch als Möglichkeit, das Zuschauerpotenzial des Stadttheaters zu taxieren – knapp 700 Plätze beinhaltet das Haus. Karten gibt es im Theaterbüro, Linnenbauerplatz, unter 05221/50007.

Kommentar

Über einen Mangel an Auslastung konnten sich die Theaterverantwortlichen auch in den vergangenen Jahren nicht beklagen. Wenn jetzt bereits einen Monat vor Beginn der Saison zwei Zusatzaufführungen angeboten werden, zeigt dies, dass die Programmmacher den Publikumsgeschmack gut kennen.

Gleichzeitig gehört auch ein gewisser Mut dazu – denn eine Garantie, dass zwei Aufführungen hintereinander nachgefragt sind, gibt es nicht. Dennoch ist diese Risikobereitschaft sinnvoll, ja notwendig. Schließlich geht es angesichts der ambitionierten Neubaupläne auch darum, den Theaterbedarf der Herforder genauer zu ermitteln. Hartmut Horstmann

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