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Mordkommission Lützowstraße: Verdächtiger Lebensgefährte liegt im Justiz-Krankenhaus

„Größer als ein Küchenmesser“

Herford (WB)

Der von der Polizei festgenommene Lebensgefährte (36) der am vergangenen Freitag nach einer Stichattacke verstorbenen Frau (42) befindet sich in einem Krankenhaus der Justizbehörden. Sein Gesundheitszustand habe bisher noch keine Gelegenheit ergeben, sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu äußern.

Stephan Rechlin

Tatort Lützowstraße: Hier ist am Freitagabend eine 42 Jahre alte Frau durch schwere Stichverletzungen ums Leben gekommen. Die Polizei hat den Lebensgefährten des Opfers in Haft genommen. Foto: Moritz Winde

Sein Strafverteidiger Ralf Sugland aus der Bad Salzufler Kanzlei Pick & Sugland habe bisher weder die Möglichkeit gehabt, mit seinem Mandanten zu sprechen, noch sei ihm bisher die Gelegenheit eingeräumt worden, einen Blick in die Ermittlungsakten zu werfen: „Eine Stellungnahme seitens der Verteidigung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt darum nicht möglich.“

Sugland bittet nur darum, vorsichtig mit den Aussagen aus dem Umfeld des Tatortes an der Lützowstraße umzugehen: „Die Polizei weiß weder etwas von einer Machete noch von einem Versuch meines Mandanten, hinter seiner Lebensgefährtin hinterhergelaufen zu sein.“ Beides hatten Anwohner offenbar anwesenden Medienvertretern mitgeteilt.

Den den bislang bekannten Ermittlungsergebnissen zufolge habe jemand am vergangenen Freitagabend an der Haustür seines Mandanten geklingelt, um ihn darauf hinzuweisen, dass seine Lebensgefährtin auf der Straße liege. Als sein Mandant heruntergekommen sei, um die Frau wieder zurück ins Haus zu holen, seien auch schon Polizei und Rettungskräfte eingetroffen.

Eine Erklärung für die massiven Stichverletzungen, denen die Frau im Krankenhaus Bethel schließlich erlag, gebe es noch nicht. Der Polizei sei offenbar im Besitz der Tatwaffe, doch um eine angebliche Machete handele es sich dabei nicht. Allerdings müsse die Waffe auch größer als ein Küchenmesser gewesen sein.

Der inhaftierte Lebensgefährte soll bei seiner Festnahme einen Atem-Promillewert von 1,8 gehabt haben.

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