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Halbleiterkrise in Autobranche trifft Herforder Zulieferbetrieb

Heinze-Gruppe meldet Insolvenz an

Herford

Der Chipmangel in der Automobilbranche trifft ein Herforder Zulieferunternehmen. Die Heinze-Gruppe, Kunststofftechnik-Spezialist an der Eupener Straße, meldet Insolvenz an. Allein im Kreis Herford sind mehr als 420 Mitarbeiter betroffen, konzernweit sind es 730 Mitarbeiter.

Von Stephan Rechlin

Johannes Franke, Stephan Höltershinken, Andreas Stoppe, Jörg Tilmes und Thomas Hauch (von links) kämpfen um eine Zukunft für die Heinze-Gruppe. Foto: Stephan Rechlin

Die Liquiditätskrise wurde nach Auskunft von Inhaber und Geschäftsführer Jörg Tilmes durch einen plötzlichen Auftragsstopp der Autokonzerne ausgelöst. Heinze steuert unter anderem Teile der Innenausstattung zum 7er BMW und zum Porsche Macan bei. Tilmes: „Die Autobauer produzieren nicht mehr, weil sie keine Halbleiter mehr bekommen. Also brauchen sie auch keine Kunststoffteile mehr.“ Produktions- und Zahlungsstopp treffen den Herforder Zulieferer bei nahezu voller Auslastung und unter voller Kostenlast. Die Gruppe besteht aus 24 Einzelunternehmen, die untereinander eine Haftungsgemeinschaft bilden. Nur drei Töchterunternehmen sind von der Insolvenz nicht betroffen – eines in Sachsen, eines in Tschechien, eines im Kosovo.

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