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City-Kirmes, geöffnete Geschäfte, Herbst- und Flohmarkt: So voll war’s lange nicht

Herford steht Kopf

Herford (WB). Bei T-Shirt-Wetter haben sich am Sonntag Tausende in der Herforder Innenstadt getummelt. So voll war’s zuletzt beim Hoekerfest. Und dennoch waren nicht alle aus dem Häuschen.

Moritz Winde

Nichts für Leute mit Höhenangst: Der Propellerarm katapultiert ganz Mutige 42 Meter in die Luft – natürlich kopfüber. Foto: Moritz Winde

Der Tag startet nicht gerade verheißungsvoll. Als der Flohmarkt mit 50 Ständen an der Berliner Straße um 11 Uhr beginnen soll, schüttet es. »Wir hatten zum Glück zunächst nur die Tapeziertische und noch nicht die Waren aufgebaut. Trotzdem drückte der Schauer auf die Stimmung«, sagt Organisatorin Claudia Kuhlmann von Optik Schlecht.

Insgesamt sei dieser Sonntag nicht mehr als »okay« gewesen. »Nach dem Regen haben sich wohl nicht mehr so viele in die Stadt aufgemacht. Ich will nicht meckern: Aber es ist kein Vergleich zu anderen Jahren. Es gibt kein Geschiebe, phasenweise sind große Lücken da. Das ist ein bisschen enttäuschend.« Gegen Mittag dann kommt die Sonne heraus, es werden 24 Grad.

Ekrem Keskin will ebenfalls nicht von »hervorragend« oder »Spitzenklasse« sprechen. »Es kann immer besser sein. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Der verkaufsoffene Sonntag ist ein Treffpunkt-Magnet. Die Leute wollen ihn, sonst würden sie nicht in die Stadt strömen«, sagt der Klingenthal-Geschäftsleiter. Fürs Dicke-Jacken-Geschäft sei das spätsommerliche Wetter allerdings nicht förderlich gewesen. Anzüge und leichte Jacken dagegen seien gefragt gewesen.

Von einer gut besuchten und friedlichen Herbstkirmes berichtet Michael Schäfer (Pro Herford), schränkt jedoch ein, dass der Auftakt angesichts der Schlecht-Wetterphase recht zäh gewesen sei. »Für die Schausteller ist es dann schwierig, diese Ausfälle wieder hereinzuholen.« Als Riesen-Erfolg bezeichnet er den italienischen Abend am Samstag mit Live-Musik und Menü im Riesenrad.

Hans Koch von der ISG Radewig findet die Erweiterung des Herbstmarktes in die Radewiger Straße gelungen. »Ich sehe nur glückliche Gesichter. Ich bin voll zufrieden mit dem Tag, alles andere wäre Quatsch.« Manche der 50 Stände – zum Beispiel die Holzofenbäckerei – melden am Nachmittag sogar: »Ausverkauft!«

Für Tanja Feg von der Pro Herford ist die Symbiose aus Kirmes, geöffneten Geschäften, Herbst- und Flohmarkt perfekt. »Die vier Veranstaltungen profitieren voneinander.« Am Montag beim Spaß-Spar-Tag geht’s in Herford ein letztes Mal rund. Dann ist die 47. City-Kirmes Geschichte.

Gut was los: Auf dem Radewiger Herbstmarkt gibt’s Dekoratives, Leckeres und Nützliches. Es kommen mehr Besucher als erwartet. Foto: Moritz Winde
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