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Trotz Ausgangssperre: Feuerwehr in gewohnter Einsatzstärke – Plätze sind tabu – 500-Euro-Bußgeld droht

Herford verhängt Party- und Böllerverbot

Herford (WB)

Ausgangssperre ab 1 Uhr, allgemeiner Corona-Lockdown, Party-, Alkohol- und Feuerwerksverbot auf öffentlichen Plätzen – die Feuerwehr wird in der Silvesternacht nicht viel zu tun haben, könnte man meinen. „Darauf verlassen wir uns aber nicht. Wir werden in gleicher Einsatzstärke in Bereitschaft sein wie in den Vorjahren“, kündigt Michael Stiegelmeier an, Leiter der hauptamtlichen Wache und stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Bernd Bexte

Pyrotechnik darf in diesem Jahr nur auf Privatgrundstücken abgebrannt werden, nicht auf öffentlichen Plätzen. Foto: Paul Zinken

Sieben hauptamtliche Kräfte plus weitere sieben im Rettungsdienst werden in der Wache an der Werrestraße in Bereitschaft sein. Zusätzlich übernimmt eine freiwillige Einheit eine sogenannte Sitzbereitschaft, um die hauptamtlichen Kräfte bei höherem Einsatzaufkommen entlasten zu können. In diesem Jahr ist das die Löschgruppe Elverdissen mit neun Männern und Frauen, die im Gerätehaus an der Schulstraße den Jahreswechsel verbringen werden, „selbstverständlich auf Abstand und unter Einhaltung der Corona-Regeln“, betont Stiegelmeier.

Er geht zwar davon aus, dass die Silvesternacht in diesem Jahr ruhiger verlaufen wird. „Denn normalerweise geht es für uns erst immer weit nach Mitternacht richtig los. In diesem Jahr gibt es aber keine größeren Partys, die Discos sind geschlossen, Feuerwerk auf Plätzen untersagt.“ In privaten Gärten sei das jedoch erlaubt. „Und auch wenn es in diesem Jahr keinen offiziellen Verkauf von Pyrotechnik gegeben hat, haben sicherlich einige noch Reste vom Vorjahr oder sich vielleicht sogar illegal besorgt.“ Deshalb werde man bei der Einsatzbereitschaft keine Abstriche machen. „Wir sind auf jeden Fall vorbereitet.“

Die Stadt hat ein weitgehendes Böller- und Feuerwerksverbot verhängt. Dies gilt für: Alter Markt, Neuer Markt, Linnenbauerplatz, Augustinerplatz, Bahnhofsvorplatz, Gänsemarkt, Rathausplatz, Wilhelmsplatz, Aawiesenpark, Werregärten, Wall, Magdeburger Platz, Dorfplatz Elverdissen, Parkplatz Janup, Amselplatz, Senderstraße, Hombergstraße sowie in der gesamten Fußgängerzone.

Im übrigen Stadtgebiet greift die allgemeine gesetzliche Regelung. Demnach ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen verboten.

Es gilt eine Ausgangssperre von 1 bis 6 Uhr. Es sei denn, es liegen gewichtige Gründe vor (Arbeit, Pflege und Versorgung von Hilfsbedürftigen/Tieren, Begleitung Sterbender). Zudem ist es in der Silvesternacht verboten, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Erlaubt sind Treffen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten (plus Kindern unter 14 Jahren). Partys sind generell verboten. Wer sie ausrichtet, muss mit 500 Euro Bußgeld rechnen, Teilnehmer mit 250.

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