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Wohl auch wegen Corona steigt Zahl im Kreis um 12,5 Prozent

Im November deutlich mehr Todesfälle

Herford

Im Zuge der zweiten Corona-Welle ist die Zahl der Verstorbenen im Kreis Herford im November auf einen Höchstwert in diesem Jahr gestiegen: Im vergangenen Monat starben 279 Menschen im Wittekindsland, der mit Abstand höchste November-Wert der vergangenen Jahre.

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Die Zahl der Verstorbenen ist im November im Kreis Herford spürbar gestiegen. Foto: dpa/Sebastian Willnow

Damit schieden 12,5 Prozent mehr Männer und Frauen im Kreis Herford im Laufe des Monats aus dem Leben als im Vorjahr und sogar gut 34 Prozent mehr als 2018. Das belegt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Landesamtes. In der Regel sind die Sterbefallzahlen zwischen Oktober und November weitgehend konstant. 2020 sei aber eine Ausnahme – vermutlich auch wegen der sich zuspitzenden Corona-Pandemie. Denn gegenüber Oktober stieg die Zahl der Verstorbenen im Kreis um 30 Prozent.

Zu den Todesursachen macht das Statistikamt zwar keine Angaben. Der Pandemieverlauf gibt aber eindeutige Hinweise: Bis Ende Oktober hatte das Kreis-Gesundheitsamt acht Tote verzeichnet, die an oder mit Corona gestorben waren, Anfang Dezember waren es bereits 39.

Die Zahl von 279 Verstorbenen im November ist insgesamt einer der höchsten Monatswerte der vergangenen Jahre. Deutlich mehr waren es im März 2018 zum Höhepunkt einer deutschlandweit grassierenden Grippewelle mit etwa 25.000 Toten. Damals starben im Kreis Herford 359 Menschen binnen eines Monats. Im Zuge der ersten Corona-Welle im Frühjahr gab es kreisweit keine besonderen Abweichungen bei der Zahl der Sterbefälle: Im März waren es 289, im April 241 – keine auffällig erhöhten Werte gegenüber den Vorjahren.

Bis einschließlich November starben in diesem Jahr kreisweit 2808 Menschen, 14 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

NRW-weit ist die Zahl der Sterbefälle im November 2020 übrigens um etwa sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Auswertung umfasst Todesfälle von Personen, die innerhalb des Landes verstarben und dort auch gemeldet waren.

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