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Zentrale und Berufskolleg bekommen in nächsten Wochen Photovoltaik-Anlagen

Kirchenkreis produziert Solarstrom

Herford (WB). Mehr CO2 einsparen werden sie nicht. „Wir nutzen bereits klimaneutralen Ökostrom, wir produzieren ihn jetzt nur selber“, sagt Thorsten Koch, Leiter der Abteilung Bau und Liegenschaften beim Kirchenkreis. Das Kreiskirchenamt an der Hansastraße sowie das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg an der Löhrstraße werden in den nächsten Wochen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Bernd Bexte

Foto: Bexte

Zunächst ist das Hauptgebäude dran. Dort ist bereits ein Baugerüst als Zugang zum Flachdach sichtbares Zeichen für die anstehende Installation. Ein Dachdecker werde vorbereitende Arbeiten ausführen, dann würden die Solarmodule auf das Dach gesetzt. „Wir hoffen, dass wir Mitte oder Ende September fertig sind“, sagt Koch. Die Arbeiten am Berufskolleg sollen spätestens bis Jahresende abgeschlossen sein.

Die Photovoltaikanlagen werden jeweils eine Maximalleistung von 41,54 Kilowatt erbringen. „Damit können wir beide Gebäude mit Strom versorgen. Der Rest wird ins Netz eingespeist“, erläutert Koch. 65.000 Euro kostet jede der beiden neuen Stromquellen. Für die Kirche geht es dabei aber nicht nur um die Wirtschaftlichkeit. „Wir haben da schon eine besondere Verantwortung mit Blick auf den Klimawandel“, sagt Sabine Lampka, Verwaltungsleiterin des Kirchenkreises.

Zehn Solaranlagen auf den Dächern

Der Umweltausschuss hatte die Investitionen auf den Weg gebracht. Auf vielen anderen Dächern ist allerdings noch Platz für Photovoltaik: Die jetzt installierten Solaranlagen sind nach Angaben Kochs Nummer neun und zehn auf Gebäuden des Kirchenkreises, inklusive der 25 Gemeinden. Der Kirchenkreis arbeitet aber bereits seit Jahren intensiv in Sachen Klimaschutz. Seit 2016 ist er beispielsweise Mitglied der Friedensfördernden Energie-Genossenschaft Herford. Ein Projekt ist seit dem Frühjahr „am Netz“: Die Erweiterung der Markus-Kita an der Amselstraße (Haus Lukas) verfügt über eine Solaranlage sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Kirchenkreis ist Mieter des WWS-Gebäudes.

1990 hatte die westfälische Landeskirche das Ziel ausgegeben, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. „Das Ergebnis wird bei der Landessynode im November in Bielefeld bekannt gegeben“, kündigt Karl-Heinz Jakubzik, Vorsitzender des Umweltausschusses im Kirchenkreis, an.

Wer wird Superintendent?

Die Kreissynode wählt an diesem Mittwoch (17 Uhr, Alter Güterbahnhof) einen Nachfolger für Superintendent Michael Krause, der bekanntlich im September zu „Bethel im Norden“ wechseln wird. Es kandidieren Dr. Albrecht Philipps (49) aus Ochtrup und Dr. Olaf Reinmuth (56) aus Herford.

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