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160 Kinder präsentieren Musical »Daniel in der Löwengrube« im Stadttheater

Lampenfieber ist ein Fremdwort

Herford (WB). 30 Meter Leinwand und 40 Liter Farbe sind in der vergangenen Woche zu Kulissen des Kindermusicals »Daniel in der Löwengrube« verarbeitet worden. Hinzu kamen unzählige Bahnen Stoff, aus denen die unterschiedlichsten Kostüme entstanden sind.

Annika Tismer

Etwa 160 Kinder haben an dem Musical »Daniel in der Löwengrube« mitgewirkt. Das Ergebnis nach einer Woche voller Proben ist am Wochenende im Stadttheater präsentiert worden und dafür gab es jede Menge Applaus. Foto: Annika Tismer

Stolze 160 junge Akteure und zusätzlich 80 ehrenamtliche Mitarbeiter der evangelischen Jugend Herford-Innenstadt konnten die Ergebnisse am Wochenende im Stadttheater präsentieren.

Ausverkauftes Stadttheater

Für das Kindermusical »Daniel in der Löwengrube« hatten die Aktiven eine Woche lang in der Gesamtschule Friedenstal gewerkt, gesungen, getanzt und ihr schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt. Am Wochenende konnten Eltern, Freunde und Bekannte das grandiose Ergebnis im Stadttheater bestaunen. Gleich zweimal standen die Teilnehmer des »Hits & Kids«-Musicalprojektes auf der großen Bühne und sorgten jeweils für ein nahezu ausverkauftes Haus.

Schon nach wenigen Minuten war hierbei klar: Alle Beteiligten hatten jede Menge Spaß. Denn bereits mit dem ersten Song rissen die Darsteller ihr Publikum mit. Schwungvoll wurden die Arme in die Luft geworfen. Dem Publikum blieb gar nichts anderes übrig, als begeistert mit zu klatschen.

Viele Talente entdeckt

Ganz mutig betraten wenig später die ersten Solisten die Bühne und legten einen glanzvollen Auftritt hin – Lampenfieber schien zumindest auf der Bühne ein Fremdwort zu sein.

Insgesamt 45 Kinder hatten sich an ein Solo gewagt. »Die Verteilung der Rollen richtet sich nach den Begabungen und Interessen der Kinder, es wurden schon manche Talente entdeckt«, erklärte Diakon Jürgen Elmers, der gemeinsam mit Franziska Draaijer die Projektleitung übernommen hatte. Dabei spiele es für das gesamte Musicalprojekt keine Rolle, welcher Religion die Teilnehmer angehören würden. »Bei uns darf jeder mitmachen«, sagte er.

Der Glaube hilft in Not

So waren es ganz unterschiedliche Kinder, die sich mit der Geschichte von »Daniel in der Löwengrube« auseinandergesetzt und das Musical in unterschiedlichen Projektgruppen erarbeitet hatten. »Unsere vielen ehrenamtlichen Helfer betreuen die einzelnen Gruppen«, sagte Bernd Höner, der ebenfalls zum Organisationsteam gehört.

Dabei setzten sich die Teilnehmer auch mit der biblischen Geschichte auseinander, die die Grundlage für das Musical von Ruthild Wilson bildete. »Die Geschichte wurde hierfür in die heutige Zeit übertragen und ist deshalb nicht immer theologisch ganz korrekt«, sagte Elmers.

Die Grundaussage der Geschichte aber wurde den Zuschauern durch die vielen schwungvollen Auftritte der Sänger und Tänzer mehr als deutlich: »Auch, wenn man sich in einer Notlage befindet, kann der Glaube helfen.«

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