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Gewitter dreht dem ersten Feierabendtreff vor der Herforder Markthalle die Musik ab

Markt lässt Möglichkeiten aufblitzen

Herford (HK). Ein Prosecco mit Salat oder einem Burger und Live-Musik zum Ausklang der Arbeitswoche direkt vor der Herforder Markthalle – der neue Feierabendmarkt an Freitagabenden auf dem Rathausplatz ist alles in allem eine gute Idee. Nur einige Voraussetzungen müssten verändert werden.

Stephan Rechlin

Bei Wein und Kaffee lauschen Claudia Griese (links), Petra Sommer und Andrea Danielmeier (rechte Tischhälfte) den Liedern der „Free Waves“ vor der Markthalle. Foto: Stephan Rechlin

An allererster Stelle wäre es besser, wenn es keine weltweite Pandemie mit einem ansteckenden Virus gäbe. Dann könnten Musikband und Zuschauer auch gemeinsam in die Markthalle umziehen wenn wie am Freitagabend ein mächtiges Gewitter losbricht. So endete der von „Free Waves“ beigesteuerte musikalische Teil mit „Welcome at the Hotel California“ gegen kurz nach sechs. Und, ehrlich, drinnen mit Maske auf Mund und Nase und ohne Musik herrscht eine andere Atmosphäre als draußen ohne Maske und mit Musik an der frischen Luft.

Mediterranes Flair

Zumal es Markthallen-Managerin Antonietta Galasso nicht bei ein paar Tischen, Stühlen und Marktständen belassen, sondern mit an die Besucher verschenkten Sonnenblumen, grünen Ästen und bunten Tischdekorationen noch ein lockeres, mediterranes Flair herbeigezaubert hat.

Die zweite Voraussetzung wäre ein Verzicht auf Autos während der Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Das Ambiente des Feierabendmarktes zwischen Mün-ster, Rathaus und Markthalle ist grandios. Der parkplatzsuchende Verkehr stört, lenkt ab, und benzin- oder dieselbetriebene Autos stinken auch, wenn sie nur im Schritt-Tempo vorbeifahren.

Also, alles in allem bietet der neue Feierabendmarkt ein weitaus höheres Potential als der Auftakt wetterbedingt verheißen konnte. Er wäre einer jener Events, die es eben nicht beim Interneteinkauf gibt. Gemessen an den Veränderungschancen der beiden Voraussetzungen wäre es vermutlich leichter, wenn der oder die neuen Amtsinhaber im Herforder Rathaus erst einmal damit anfangen würden, die Pandemie einzudämmen.

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