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Musik-Kontor: Konzertbetrieb soll im Mai wieder beginnen – Lui-House als neuer Veranstaltungsort

Max Mutzke grüßt Herforder Musikfans

Herford (WB)

In der ARD hat Max Mutzke soeben sein Debüt als Talkshow-Moderator gegeben. Doch bei aller Aufregung um seine neue Show „Lebenslieder“ vergisst der Entertainer auch die Herforder Musikfans nicht.

Hartmut Horstmann

Stets ein gerne gesehener Gast: Max Mutzke hofft, in diesem Jahr wieder in Herford auftreten zu können. Foto: Facebook-Screenshot

„Ich hoffe, dass wir uns in 2021 sehen“, sagt er in einer Videobotschaft an das Musik-Kontor Herford. Dort ist coronabedingt zwar gerade Auftrittspause, doch soll es im Mai mit Konzerten wieder losgehen.

Derzeit ist es nicht einfach, die Vereinsmitglieder bei Laune zu halten. Daher wandten sich die Verantwortlichen des Musik-Kontors an zwei Musiker, die in Herford schon häufiger zu Gast waren, und baten um eine Videonachricht. Diesem Ansinnen leisteten Max Mutzke und Nils Landgren bereitwillig Folge. Er vermisse das Musik-Kontor sehr, betont Mutzke. Der Posaunist Nils Landgren bläst zudem in sein Instrument und sagt, er sei ein großer Fan von Herford.

Soviel Zuneigung aus Musikerkreisen verpflichtet. Ralf Hammacher, Vorsitzender des Vereins Musik-Kontor, lässt wissen, dass das Programm für den Herbst bereits steht – zumindest in der Planung. Denn die Corona-Entwicklung und die damit verbundenen Sicherheits- und Hygienebestimmungen bleiben der große Unsicherheitsfaktor.

Erste Schritte in puncto Konzertleben will der Verein bereits ab Mai wagen. Es gebe immerhin Optionen, sagt Hammacher. So soll das Lui-House (Marta-Viertel) als Location hinzukommen. Bisher fanden die meisten Konzerte des Musik-Kontors im früheren Schiller (jetzt „Wohnzimmer“) statt – doch sind hier laut Hammacher Konzerte für die Erprobungsphase ab Mai unwahrscheinlich. Das Ganze sei für den Verein eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Hammacher geht davon aus, dass dann – wenn überhaupt – nur bestuhlte Konzerte möglich sind. Das wirke sich auf das Platzkontingent aus. Da der Verein das „Wohnzimmer“ mieten müsse, seien Konzerte dann nur über hohe Eintrittspreise zu finanzieren.

Geschäftsführer des Lui-House ist der Architekt Karsten Monke, der auch Musik-Kontor-Mitglied ist. Daher gibt es offenbar andere finanzielle Konditionen. Hammacher vermutet, dass dort Platz für 100 bis 120 Stühle besteht. Von einer Notlösung mag er nicht sprechen, sondern er sagt: „Dort haben wir einen sehr schönen Raum mit einer tollen Akustik.“ Auch für die Gastronomie sei gesorgt. Als Musiker beziehungsweise Bands, die ab Mai im Lui-House auftreten könnten, nennt er die „Nighthawks“ und den Schlagzeuger Wolfgang Haffner.

Schwieriger wird es bei größeren Konzerten. Hier sei das „Wohnzimmer“ nach wie vor erste Wahl, so Hammacher. Eine weitere Option sei das Marta-Forum. Doch die sinnvolle Nutzung hängt von den Platz-Kapazitäten ab, die coronabedingt zur Verfügung stehen.

Zu einer ersten Belastungsprobe könnte es Ende Oktober kommen – wenn das ausgefallene Maceo-Parker-Konzert nachgeholt werden soll. Zumindest sei eine Tournee angekündigt, so das Musik-Kontor. Ob die Tournee mit dem amerikanischen Musiker tatsächlich zustande kommt? Der Vereinsvorsitzende ist skeptisch. Auch geht er davon aus, dass im Herbst noch keine stuhlfreien Konzerte wieder möglich sind – was ein Problem aufwirft: „Denn wir haben schon 400 Karten für das ausgefallene Konzert verkauft.“ So ist und bleibt die Konzertplanung gerade eine Gleichung mit Unbekannten.

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