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2000 neue Laptops und Tablets in Herforder Schulen sollen vor Diebstahl geschützt werden

Mehr Sicherheit für mobile Geräte

Herford (WB). Überall in den Städten und Gemeinden in OWL erhalten die Schulen in diesen Tagen neue Laptops und Tabletcomputer. In Gütersloh sind es 3000 neue Geräte, in Paderborn 2500 und in Herford immerhin 2000. Wie die 2000 Endgeräte an den Herforder Schulen verteilt werden, darüber möchte Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann nichts sagen. Denn eines ist klar: Wo Sachwerte für einige zehntausend Euro gelagert werden, ist auch das Interesse von Dieben groß.

Ralf Meistes

2000 digitale Endgeräte werden jetzt an den Herforder Schulen verteilt. Foto: dpa

Mit Ausbruch der Corona-Pandemie und anschließenden Schließung der Schulen drückte die Stadtverwaltung aufs Tempo. Neue Geräte für bis zu zwei Millionen Euro sollten angeschafft werden. Anfang Mai bekräftigte Herfords Bürgermeister Tim Kähler, dass auch der W-Lan-Ausbau und die Breitbandversorgung verbessert werden sollen.

Versicherung bereitet Schwierigkeiten

Doch mit dem Kauf der mobilen Geräte entstehen auch neue Probleme. Aus dem Rathaus ist zu erfahren, dass auch die Versicherung der Laptops und Tablets gar nicht so einfach ist. Mittlerweile hat die Stadt eine Versicherung gefunden. Aber Prämie und Selbstbeteiligung gehen ins Geld.

In den kommenden Monaten wird die Bauverwaltung die Sicherheitsstandards in den Schulen erhöhen. Es sollen neue Türen installiert werden, die nicht so leicht aufzubrechen sind. Auch dafür wird die Stadt noch einmal Geld in die Hand nehmen müssen. Das Thema Sicherheit sei im Sozialdezernat nicht ausreichend bedacht worden, heißt es.

Immer wieder Einbrüche

Wie groß der Schaden sein kann, den Einbrecher an Schulen ausrichten, wird in der Anklageschrift eines Prozesses deutlich, der an diesem Freitag vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt wird. Da müssen sich sechs Bandenmitglieder verantworten, die unter anderem aus einer Gesamtschule in Bielefeld im vergangenen Jahr Elektroartikel im Wert von 13.000 Euro erbeutet haben.

In Herford besuchen insgesamt 7400 Jungen und Mädchen die Schulen. Durch die Anschaffung der zusätzlichen Geräte ergibt sich derzeit ein Verteilschlüssel von 1 zu 2,5, das bedeutet, rein rechnerisch müssen sich zweieinhalb Schüler ein mobiles Endgerät teilen.

Bedarf abfragen

Bürgermeister Tim Kähler (SPD) erklärt, nach Bedarf könnten die Schülerinnen und Schüler die Geräte auch mit nach Hause nehmen. Generell sollen sie aber in den Schulen verbleiben. Den Antrag der Grünen hält Kähler für überflüssig. „Wir haben immer gesagt, dass die Bestellung der 2000 Endgeräte ein erster Schritt ist. Wir wollen über die Schulen aber auch ermitteln lassen, in welchen Haushalten entsprechende Geräte vorhanden sind, die die Schülerinnen und Schüler nutzen können. Sollte sich nach dieser Abfrage herausstellen, dass noch Geräte fehlen, so können diese entsprechend nachbestellt werden“, erklärt der Bürgermeister.

Es mache aus seiner Sicht wenig Sinn, auch für die Schüler noch mobile Endgeräte zu kaufen, die bereits über ein modernes Laptop oder einen entsprechenden Tablet-Computer verfügen.

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