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Prozess: Erst bestreiten die Angeklagten (29/48) vehement ein illegales Rennen, dann legen sie ein Geständnis ab

„Mit maximaler Beschleunigung losgerast“

Herford (WB)

90 Meter nach dem Anfahren an der Ampel sollen sie mindestens Tempo 76 gefahren sein, „eher waren es wohl 80 oder 90“, sagt der Verkehrsgutachter aus Minden. „Mit maximaler oder nahezu maximaler Beschleunigung“ seien die beiden Fahrzeuge von der Ampel an der Kreuzung Berliner/Mindener Straße Richtung Bahnhof losgerast.

Bernd Bexte

Am 4. Juni vergangenen Jahres hatte der Fahrer (29) dieses Mercedes die Kontrolle über sein Auto verloren, war über den Mittelstreifen der Berliner Straße gerast und hatte drei Autos gerammt. Erst nach fast vier Stunden der Verhandlung vor dem Amtsgericht konnten sich die Angeklagten zu einem Geständnis durchringen. Foto: Stefan Rechlin

Als dann noch eine Zeugin, die am Mittag des 4. Juni 2020 hinter dem Raserduo fuhr, den exakten Hergang des illegalen Rennens wiedergeben konnte, war es um die anfänglich massive Abwehrhaltung der Angeklagten geschehen. Nach kurzer Verhandlungspause legten sie am Donnerstag vor dem Amtsgericht ein Geständnis ab. Ja, dem Unfall, bei dem der Mercedes-Fahrer (29) nach 90 Metern die Kontrolle über sein Auto verlor, über den begrünten Mittelstreifen in den Gegenverkehr raste und auf der anderen Straßenseite drei geparkte Autos rammte, sei ein illegales Straßenrennen vorausgegangen.

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