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Big Band des Friedrichs-Gymnasiums bringt CD heraus – Auftritt auf Hoeker-Fest

Musikraum verwandelt sich in Tonstudio

Herford (WB). Die Big Band wird immer mehr zum musikalischen Aushängeschild des Friedrichs-Gymnasiums. Der Verein der ehemaligen Friederizianer hat die 28 Musiker deshalb unterstützt, neun Songs auf einer CD herauszubringen.

Klaus Münstermann

Leiterin Michaela Scheel (Zweite von links) hat mit der Big Band des Friedrichs-Gymnasiums eine neun Songs umfassende CD herausgebracht. Rolf Höffgen (Dritter von rechts) und der Verein der ehemaligen Friederizianer haben die Produktion finanziell und organisatorisch unterstützt. Foto: Klaus Münstermann

Bereits im Februar wurde der Musikraum der Schule für ein Wochenende in ein Tonstudio verwandelt. Rolf Höffgen, Vorsitzender der Vereinigung ehemaliger Friederizianer, half dabei mit seinen Kontakten zur sonopress GmbH in Gütersloh, einer Bertelsmann-Tochtergesellschaft und zu den beiden Tonmeistern Andreas Torkler und Dieter Denzer. »Die beiden hatten ein gutes Händchen, die Leistungsbereitschaft der Schüler über die drei Tage hoch zu halten«, sagt Michaela Scheel, die die im Jahr 2000 gegründete Big Band leitet.

Neun Titel auf hohem Niveau eingespielt

Etwa zwei Monate vor dem Aufnahmetermin haben die 28 Band-Mitglieder begonnen, noch intensiver als üblich zu proben. »Drei Zeitstunden pro Woche«, sagt Scheel. Und das hat sich ausgezahlt. »Die Schüler waren auf den Punkt topfit und haben neun Titel auf hohem Niveau am Stück abgeliefert«, so Scheel, die auf Vielfalt bei der Songauswahl geachtet hat.

Freunde von Rockklassikern kommen bei »Smoke on the water« von Deep Purple ebenso auf ihre Kosten wie bei »(I can’t get no) satisfaction« von den Rolling Stones. Anhänger von Filmmusik werden mit »Mission Impossible Theme« bedient. »Sing, sing, sing« steht für Swing und »The girl von Ipanema« ist eine berühmte Jazz-Nummer von Frank Sinatra.

Während Songs wie »Happy« von Pharrell Williams und »Superstition« von Stevie Wonder schneller eingespielt waren, dauerte das ruhige Jazz-Stück »In a sentimental mood«, das Duke Ellington 1935 komponierte, am längsten. »Wir haben es nach Gruppen getrennt aufgenommen«, sagt Scheel. Zunächst Rhythmusgruppen und Saxofone, danach die Blechbläser und schließlich die Querflöten.

Als die neun Stücke mit einer Gesamtspielzeit von knapp 27 Minuten schließlich auf einer ersten Demo-CD gebrannt waren, hat sich Scheel Song für Song um die Feinjustierung gekümmert. Hier etwa die Querflöten etwas lauter, dort das Schlagzeug ein bisschen leiser. »Das hat pro Stück bestimmt noch mal jeweils eine gute Stunde gedauert«, so Scheel.

Ehemalige Friederizianer finanzieren Schlagzeuge

Weil gute Musik nicht nur gute Musiker, sondern auch gute Instrumente voraussetzt, hatten die ehemaligen Friederizianer vorher eine Überholung des Rock-Schlagzeuges und die Anschaffung eines Jazz-Schlagzeuges finanziert. »Wenn wir so etwas machen, können die Schüler anschließend etwas mit unserer Vereinigung verbinden«, sagt Rolf Höffgen.

Von den 1000 gepressten CDs sind die ersten 100 auf dem Sommerfest vergangene Woche zum Selbstkostenpreis von zehn Euro abgegeben worden. Nächste Kauf-Gelegenheit besteht an diesem Samstag, 1. Juli, wenn die Big Band im Rahmen des Hoeker-Festes um 15.30 Uhr auf dem Neuen Markt auftritt. Während der 11. Kultur-Nacht am 23. September werden die Schüler im Pöppelmann-Haus ein Konzert geben.

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