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Nach dem Gewaltexzess an der Steinstraße in Herford sollen nun Gespräche stattfinden

Nach Prügelei: Stadt und Polizei im Gespräch

Herford (WB). Zum wiederholten Mal ist es am vergangenen Freitag in der Steinstraße zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, die erst durch die Polizei beendet werden konnte. Aus diesem Anlass wird es in der kommenden Woche Gespräche zwischen Vertretern der Kreispolizeibehörde Herford und der Herforder Stadtverwaltung kommen.

Ralf Meistes

Der Einsatz von einigen Dutzend Polizisten war am Freitag erforderlich, um den Streit zwischen zwei rivalisierenden Gruppen in der Steinstraße zu beenden. Ein Einsatz mit Folgen. Foto: Moritz Winde

»Wir haben den Bereich im Blick«

»Wir haben den Bereich seit längerem im Blick. Der Zwischenfall vom vergangenen Freitag hat uns nochmals sensibilisiert«, sagt Polizeidirektor Dirk Zühlke.

Am vergangenen Freitag waren zwei rivalisierende Gruppen aufeinander losgegangen. Etwa 30 Männer waren an der Prügelei beteiligt. Einige Dutzend Polizisten waren notwendig, um den Streit zu beenden. Vier Männer wurden in Gewahrsam genommen.

Platzverweise erteilt

Nachdem die Polizei in der Steinstraße Platzverweise erteilt hatte, setzte sich die Auseinandersetzung, wenn auch nur verbal, vor dem Mathilden-Hospital fort.

»Wir wollen die Polizeipräsenz rund um die Steinstraße in den kommenden Wochen noch einmal erhöhen. Auch, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken«, sagt Zühlke.

Gefährderansprache

Auch soll eine so genannte Gefährderansprache vorgenommen werden. Das heißt, einigen der Beteiligten soll klar gemacht werden, dass die Polizei sie im Blick hat.

Mehrfach musste die Polizei am Freitagabend einige Gruppen auffordern, den Platz zwischen Steintorstraße und Deichtorwall zu verlassen.

Als No-Go-Area, also als einen Bereich, in dem sich die Herforderinnen und Herforder besser nicht aufhalten sollten, wenn sie keinen Ärger wollen, sieht Zühlke die Steinstraße nicht. »Wir gehen konsequent gegen die vor, die Ärger machen wollen«, verspricht der Leiter der Kreispolizeibehörde.

Frage nach Überwachungskameras

In der Vergangenheit kam häufiger die Forderung auf, an Brennpunkten Videokameras zu installieren. Zühlke weist daraufhin, dass es verschiedene gesetzliche Vorgaben gibt, die einzuhalten sind, bevor eine Kamera überhaupt installiert werden kann.

Das Thema Videoüberwachung an bestimmten Stellen in der Innenstadt war immer mal wieder Thema im Herforder Stadtrat. Zuletzt im Zuge des Alkoholverbots an verschiedenen Plätzen in der Herforder Innenstadt. Vor allem Mitglieder der CDU hatten sich für eine Installation von Kameras an Punkten ausgesprochen, die für einige Bürger Angsträume bedeuteten.

Unmut in der Radewig

Mit Hinweis auf die rechtlichen Bedenken gegen ein solches Vorgehen wurde das Aufstellen von Kameras abgelehnt. Gleichwohl müsse das Thema immer wieder aufs Neue diskutiert werden. Der Unmut angesichts der erneuten Gewalteskalation an der Steinstraße ist jedenfalls in der Radewig groß.

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